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Kieler-Woche-Programm 2017 : Schietwettercup wird zum Schönwettercup

vom
Aus der Onlineredaktion

Rugbyteams aus dem In- und Ausland treten Samstag und Sonntag auf dem Professor-Peters-Platz gegeneinander an. Sonne und sportliche Höhepunkte sind garantiert.

Kiel | Regen, Matsch und jede Menge Schweiß: Das waren in den vergangenen Jahren die Zutaten für den Schietwettercup (SWC). Ein Name, der angesichts des oftmals trüben Wetters während der Kieler Woche Programm war. Diesmal allerdings haben sich die Vorzeichen grundlegend geändert: Sonnenschein und 22 Grad Celsius dürften den Teilnehmern während der 27. Auflage des traditionellen Rugbyturniers auf dem Professor-Peters-Platz zwar immer noch die Schweißperlen ins Gesicht treiben. Von Schietwetter kann jedoch wahrlich nicht die Rede sein.

Daniel Michel von den FT Adler Kiel, die den zweitägigen Wettbewerb organisieren, nimmt den Wetterumschwung aber gelassen: „Man kann nie wirklich voraussagen, wie das Wetter wird. Das gilt für unser Turnier ebenso wie für die gesamte Kieler Woche.“ Für den sportlichen Wettbewerb seien trockene Verhältnisse ohnehin besser. Sonnige Aussichten also für Organisatoren, Teilnehmer und Zuschauer. Dabei geht es in diesem Jahr bei weitem nicht nur um Spaß und Ehre.

Was steckt hinter dem Schietwettercup?

Der SWC ist eines der größten Ein-Tages-Turniere Deutschlands im Rugby-Sport. Seit 1990 findet es während der Kieler Woche statt, in diesem Jahr also zum 27. Mal. Insgesamt nehmen zwölf Männer- und sieben Frauenteams teil, insgesamt rund 500 Spieler. Ausgetragen wird der SWC am Sonnabend zwischen 9 und 18 Uhr. 

Gibt es weitere Wettbewerbe?

Ja, in diesem Jahr werden parallel am Samstag zwischen 14 und 21 Uhr sowie am Sonntag zwischen 10 und 13 Uhr die Deutschen Landesverbands-Meisterschaften im 7er Rugby ausgetragen. Acht der insgesamt 13 Landesverbände haben ihre besten Auswahlspieler nach Kiel geschickt. Mit dabei sind neben Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen etwa auch Nordrhein-Westfalen und Bayern. Der sportliche Wert der Veranstaltung wird so nochmals erhöht.

Welche Teams nehmen teil?

Neben aktiven Rugby-Vereinen und sogenannten Piratenteams, die sich eigens für den SWC zusammenschließen, schicken sogar Militärverbände Auswahlen ins Rennen. So hat etwa ein Team der britischen Fregatte HMS Iron Duke, die während der Kieler Woche zu Gast ist, gemeldet. Aus den Niederlanden tritt zudem eine Studentenvereinigung an.

Wie lauten die Regeln?

Gespielt wird 7er-Rugby. Eine Variante, die aus dem klassischen Rugby Union entstand und die mit sieben statt 15 Spielern gespielt wird. Ein Spiel dauert zweimal sieben Minuten. Beim klassischen Rugby Union sind es zweimal 40 Minuten. Beim siebener-Rugby sind die Spiele laufintensiver, da auf gleichem Feld gespielt wird. Durch die sich bietenden Räume ist das 7er-Rugby auch technischer. Es werden mehr Pässe gespielt und weniger Kontaktsituationen gesucht. Um Punkte zu erzielen, muss der Ball hinter der Linie abgelegt oder zwischen die Goalstangen befördert werden. Es gibt drei Arten Punkte zu erzielen: 

  • Indem der Ball hinter der Linie abgelegt wird (5 Punkte)
  • Durch Erhöhen durch Kick zwischen die Goalstangen (2 Punkte)
  • Durch Foul/Strafkick zwischen die Goalstangen (3 Punkte)
  • Durch „Dropgoal“. Es wird aus dem offenen Spiel per Dropkick erzielt (2 Punkte)
Wer sind die Organisatoren?

Das Zweitliga-Rugbyteam der F.T. Adler Kiel. Das Turnier und alles rund um das Turnier stemmt der Verein selbst. Rugby-Sparte betreibt derzeit zwei Männer-, ein Damen sowie zahlreiche Jugend-Mannschaft. Der Professor-Peters-Platz das Wohnzimmer der Adler: Hier trainieren sie und tragen ihre Heimspiel aus.

Was wird den Zuschauern außer Sport noch geboten?

Abseits des regen Treibens auf dem Spielfeld sorgen Imbiss- und Getränkestände für die nötige Stärkung und – insbesondere in diesem Jahr – Erfrischung. Bei zahlreichen Mitmachaktionen können Besucher sogar selbst aktiv werden. Kinder können sich zudem in der Hüpfburg austoben. Der Eintritt zum Gelände ist frei.

 
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erstellt am 17.Jun.2017 | 15:00 Uhr

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