Rugby-Turnier : Schietwetter ohne Regen

Aufgehalten Die Kielerin Veronika Peuker wird von der Britin Tegwyn Leadbetter zu Boden gerissen.
1 von 11
Aufgehalten Die Kielerin Veronika Peuker wird von der Britin Tegwyn Leadbetter zu Boden gerissen.

Er heißt zwar "Schietwetter-Cup", doch auch bei strahlender Sonne wurde das Rugby-Turnier am Sonnabend ausgetragen. Glorreiche Sieger: die Kieler Ladies.

shz.de von
22. Juni 2008, 11:05 Uhr

Kiel | Wer bisher glaubte, Rugby sei ein reiner Männersport, hat sich gewaltig geirrt. Am Sonabend wurde auf dem Professor-Peters-Platz der 18. Schietwetter-Cup zur Kieler Woche ausgetragen - trotz Sonnenscheins. Die KielLadies, dass sie alles andere als zimperlich sind. In ihrem ersten Spiel gegen die ArkRoyalLadies - sieben Britinnen vom Flugzeugträger "Ark Royal", die per Flugzeug aus Edingburgh gekommen waren - setzten sie sich souverän mit 37:0 durch. Sie wurden auch Turniersieger der Damen. "Beim Rugby muss man eine Lücke zum Durchrennen finden", erklärt Kiel-Captain Sonja Schumacher (26). Der eiförmige Ball wird nur nach hinten geworfen. Ziel ist es, den Spielfeldrand zu erreichen. Bei Erfolg gibt es fünf Punkte und Chancen auf weitere Zusatzpunkte.
Schon zur Abizeit in Hannover hat Schumacher Rugby gespielt. Was sie daran besonders reizt? "Wir trainieren bei Wind und Wetter draußen." Das sei für sie besonders reizvoll. Deshalb spielt sie Rugby und nicht etwa Handball. "Im Prinzip geht es dabei auch darum, den Ball durch Lücken zu werfen. Aber bei Rugby ist das alles noch ein Level härter. Man nimmt den Ball und kämpft sich durch. Manchmal gibts nen blauen Fleck, da muss man dann drüber stehen."
Üben auf dem Flugdeck des Flugzeugträgers
Seit sechs Jahren ist die Medizinstudentin bei den KielLadies, leitet das Team als Captain. In der Regionallieger liegen sie auf Platz vier, Schumacher ist Spielerin in der deutschen Nationalmannschaft.
Und die Frauen der Royal Navy? Sie freuten sich, mal wieder auf Rasen spielen zu können. "Ich spiele das erste Mal mit dieser Mannschaft in einem Turnier. Sonst üben wir immer auf dem Deck des Flugzeugträgers. Das ist zwar okay, aber längst nicht so toll wie auf einem richtigen Feld", erzählt die Britin Nicole Gardiner. Ihre Mannschaft wurde zweiter im Turnier. Auf Platz drei der Damen landeten die PiratenLadies.
Sieger bei den Herren wurde der DRC Schwalbe, gefolgt von Gütersloh, den Harlebats und Kiel 1.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen