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Marineboote bei Kiwo 2016 : Russische Schiffe fehlen auf Kieler Woche

vom
Aus der Onlineredaktion

Die russische Marine wird nicht zur Kieler Woche eingeladen. Auch der russische Windjammer „Sedov“ fehlt.

Kiel | Die russische Marine wird auch in diesem Jahr auf der Kieler Woche fehlen. „Dass die russische Marine nicht zur Kieler Woche kommen darf, ist bedauerlich“, sagte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) am Mittwoch. „Leider ist es aber seit der letzten Kieler Woche nicht zu einer echten politischen Entspannung gekommen. Dazu müssten beide Seiten beitragen.“

Wegen der Krim-Annexion 2014 war Russland international scharf verurteilt worden. Die EU hatte Strafsanktionen verhängt. Diese sollen erst aufgehoben werden, wenn Russland sich an das für die Ostukraine ausgehandelte Minsker Friedensabkommen hält. Die Aggressionen sind auch ausschlaggebend dafür, dass russische Schiffe nicht mehr zur Kieler Woche eingeladen werden.

Die Stadt Kiel hatte zuvor beim Auswärtigen Amt nachgefragt, ob sich die Situation im Vergleich zum Vorjahr geändert hat und sie die russische Marine zur Kieler Woche einladen darf. Die Antwort lautete nach Angaben der Stadt jedoch, dass sich die Situation nicht geändert habe. Vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise hatte das Außenministerium 2014 erstmals eine russische Fregatte von der Kieler Woche ausgeschlossen.

Das Treffen von Marineschiffen verschiedener Nationen gehört zum festen Bestandteil der Kieler Woche (18. bis 26. Juni). Außerdem wird an der Windjammerparade Ende Juni neben dem deutschen Segelschulschiff „Gorch Fock“ auch der russischer Windjammer „Sedov“ fehlen. „Die russische Viermastbark 'Sedov' kann nicht kommen, da sie länger zur Reparatur in der Werft bleiben muss“, teilte die Stadt am Mittwoch mit.

Zur Kieler Woche werden noch über 50 Marine-Schiffe erwartet. Zudem gibt es ein umfangreiches Musikprogramm mit Echo-Gewinner Joris, Die-Ärzte-Drummer Bela B oder Urgestein Lotto King Karl.

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erstellt am 15.Jun.2016 | 13:51 Uhr

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