Kiwo 2014 : Reges Treiben auf der Kieler Woche schon vor Eröffnung

Die Stadt Kiel erwartet drei Millionen Besucher zur Kieler Woche.
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Die Stadt Kiel erwartet drei Millionen Besucher zur Kieler Woche.

Bereits vor dem offiziellen Start herrscht auf der Kieler Woche Partystimmung. Nach der Eröffnung mit Bundespräsident Gauck werden Zehntausende vor Leinwänden zur Übertragung des Fußball-WM-Spiels Deutschland gegen Ghana erwartet.

shz.de von
21. Juni 2014, 16:58 Uhr

Kiel | Die Kieler Woche ist bereits vor dem offiziellen Startschuss in vollem Gange. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Auftakt“, sagte Stadtsprecherin Annette Wiese-Krukowska am Samstag. Am Abend will Bundespräsident Joachim Gauck das Sommerfest gemeinsam mit Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) eröffnen. Nach einer kurzen Zeremonie läuten sie Kiels fünfte Jahreszeit dann mit dem Signal „Leinen los!“ aus einem Typhon, einer Art Schiffshupe, ein.

Schon seit Freitagabend herrschte großer Andrang auf der Kieler Woche - und das bei durchwachsenem Wetter. „Wir kennen das auch unter dem Begriff 'Kieler-Woche-Wetter'“, meinte Wiese-Krukowska, „das bedeutet: ein Mix aus Regen und Sonne bei unterschiedlichen Windstärken“. Auch die Kleinen hatten das Fest bereits erobert: Am Nachmittag startete die traditionelle Spiellinie auf der 57.000 Quadratmeter großen Krusenkoppel. Abseits des großen Trubels können Kinder dort in diesem Jahr zwischen Tipis, Kanus und Traumfängern hämmern, malen, toben, spielen und sogar Büffel reiten.

Einer der ersten musikalischen Höhepunkte ist der Auftritt der österreichischen Pop/Rock-Sängerin Christina Stürmer („Millionen Lichter“) am Abend. Bis zum 29. Juni sind insgesamt 300, zum überwiegenden Teil kostenlose Konzerte auf zahlreichen Bühnen geplant. Angekündigt haben sich neben anderen US-Sängerin Anastacia, Musiker Rea Garvey und Mike & the Mechanics.

König Fußball spielt aber auch auf dem nach Veranstalterangaben größten Sommerfest im Norden Europas eine große Rolle. Gleich zum Auftakt am Samstagabend werden Zehntausende vor Leinwänden in der Innenstadt und am Wasser bei der Übertragung des WM-Spiels der deutschen Nationalmannschaft gegen Ghana erwartet. Auch zum letzten Gruppenspiel der deutschen Elf am Donnerstag gegen die USA sind Public Viewings geplant.

Wie in den Vorjahren rechnen die Veranstalter mit drei Millionen Besuchern auf dem Volksfest rund um die Segelwettbewerbe vor Kiel-Schilksee. Im Programm stehen mehr als 2000 Veranstaltungen. Ein erster Höhepunkt ist die Verleihung des Weltwirtschaftlichen Preises am Sonntag, der in diesem Jahr an Liberias Staatspräsidentin Ellen Johnson Sirleaf, die Biotechnologie-Unternehmerin Kiran Mazumdar-Shaw und den amerikanischen Ökonom Richard Thaler geht.

Die Kieler Woche ist und bleibt aber auch die größte Segelregatta der Welt: Zur 120. Auflage seit 1882 werden mehr als 4500 Segler aus 50 Nationen mit rund 1800 Booten erwartet. Den Auftakt machen bis Mittwoch zehn olympische und zwei paralympische Disziplinen. Im Anschluss segeln 15 internationale Bootsklassen um die begehrten Kieler-Woche-Titel. Zeitgleich geht es für die Seesegler die ganze Woche über um die internationale deutsche Seesegelmeisterschaft.

Am zweiten Samstag soll die Windjammerparade maritimer Höhepunkt des Festes werden. Daran beteiligen sich das deutsche Segelschulschiff „Gorch Fock“, der russische Viermaster „Kruzenshtern“ und 100 weitere Groß- und Traditionssegler. Zum Abschluss am 29. Juli ist ein Höhen-Feuerwerk über der Kieler Förde geplant.

Bilder, Programmtipps und eine Übersichtskarte zur Kieler Woche finden Sie auf unserer Dossierseite shz.de/kielerwoche

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