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Programm Kieler Woche 2016 : Poetry Slams auf der Jungen Bühne: Wortgefechte unter freiem Himmel

vom
Aus der Onlineredaktion

Internationale Stars der Szene kommen am Dienstag zum Kiwo-Poetry-Slam. Der dänische Meister will auf Deutsch slammen.

shz.de von
erstellt am 20.Jun.2016 | 15:54 Uhr

Gespannte Stimmung, dass man eine Stecknadel fallen hören kann, und hunderte Zuschauer in einer atemberaubenden Ruhe: Das erlebte man auf der Kieler Woche in den vergangenen Jahren wohl nur bei den Poetry Slams im Ratsdienergarten. Das macht den speziellen Reiz dieses Dichterwettstreits auf der Jungen Bühne aus. Und auch dieses mal kann sich das Publikum wieder auf viele Poesie-Champions unter freiem Himmel freuen, die sich mit ihren rhythmischen Texten innerhalb eines festen Zeitfensters von wenigen Minuten durch die Kapriolen des Lebens hangeln.

Das ist ein Poetry Slam

Ist eine um 1986 in den USA erfundene Form des Dichterwettstreits. Mehrere Poeten treten in ca. 5- bis 10-minütigen Slams gegeneinander an und buhlen um die Gunst des Publikums. Dieses kann am Ende mittels Applaus oder Abstimmungskarten seinen Favoriten küren.  Die Zeitbegrenzung wird in der Regel rigoros gehandhabt. Manchmal werden nach Ablauf das Mikrophon und das Licht ausgestellt.

 

Moderator und Organisator Björn Högsdal erklärt: „Beim großen Slam sind die Bookings meistens schon ein knappes Jahr im Voraus gelaufen.“ Denn gerade bei hochkarätigen Stars brauche man so einen Vorlauf. Seit diese Form der Dichtkunst  in Deutschland  fußgefasst hat, sind die Slammer so viel unterwegs und gut gebucht wie die großen Comedians. „Wir haben mit Peter Dyreborg den dänischen Meister aus Kopenhagen dabei, mit Laurin Buser den bekanntesten Schweizer Slammer und mit Maras sogar einen Deutsch-Französischen Champion“, freut sich Högsdal.

Alle Neuigkeiten rund um die Kieler Woche erfahren Sie in unserem Liveblog.

Ebenso am Start der Berliner Slampoet und Musiker Frank Klötgen, der gerade eine weltweite Poetry-Slam-Tour über vier Kontinente macht. „Das sind für mich 200 Auftritte in diesem Jahr. Da wollte ich gerne auch ein paar Open-Air-Events mit drin haben“, sagt Klötgen. Auf offener Bühne müsse man durchaus andere Texte auswählen, vieles funktioniere anders als in einem geschlossenen Raum, beschreibt er die Besonderheit im Ratsdienergarten.  „Ich war schon mehrfach in Kiel in der Pumpe, das Publikum war hier immer gut“, so Klötgens Erfahrung.  Auf seiner Tour schreibt  er zudem gerade ein kleines Buch, denn für ihn es ist eine Art Abschiedstournee. Nach 18 Jahren Wortgefechten auf der Bühne soll ab Ende des Jahres erstmal Schluss sein. Dass er das Kieler Publikum noch mal vor sich hat, sei ein Geschenk, so Klötgen.

Nach den gestandenen nationalen und internationalen Größen folgt dann am letzten  Sonntag der Kieler Woche der Slam in der Altersklasse unter 20 Jahren. „Dafür konnten wir die besten jungen Wortakrobaten aus ganz Schleswig-Holstein gewinnen“, verspricht Moderator Björn Högsdal.

Das Lineup für den 21. Juni, 20.30 Uhr:

 

Peter Dyreborg

Frank Klötgen

Michel Kühn

Maras

Laurin Buser

Victoria Helene Bergemann

Jule Weber

 


Der  3. Kieler-Woche-U20-Poetry-Slam am Sonntag, 25. Juni, ab 16 Uhr wird als Stadtmeisterschaft ausgetragen und moderiert von Hinnerk Köhn und Michel Kühn. Zugesagt haben Anna Bartling, Lena Iwersen, Hille Norden, Jesko Vorbek, Svea Gross und Zoe Hars.

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