Schwentinental bei Kiel : Nach Start bei der Balloon Sail: Heißluftballon-Pilot entscheidet sich für Landung auf B 202

Während der Kieler Woche starten die Ballons vom Nordmarksportfeld zu ihren Fahrten über die Innenstadt. Am Sonnabend musste ein Ballon an ungewöhnlicher Stelle landen. Archiv
Während der Kieler Woche starten die Ballons vom Nordmarksportfeld zu ihren Fahrten über die Innenstadt. Am Sonnabend musste ein Ballon an ungewöhnlicher Stelle landen. Archiv

Die Wetterlage machte am Sonnabend gegen 21.50 Uhr eine Heißluftballon-Landung auf der Bundesstraße nötig. Der Ballon gehört zur Balloon Sail, die seit 2007 während der Kieler Woche auf dem Nordmarksportfeld stattfindet.

shz.de von
18. Juni 2018, 13:25 Uhr

Schwentinental | Wer am Sonnabend auf der Bundesstraße 202 unterwegs war, konnte gegen 21.50 Uhr Zeuge eines seltenen Anblicks werden. Pilot Tony Mannchen musste mit seinem Heißluftballon auf der Fahrbahn landen. Der Wind war zu schwach und lieferte dem Luftfahrzeug nicht mehr genug Antrieb für die Weiterfahrt.

Es handelt sich dabei nicht um eine Notlandung", betonte Thomas Oeding, der gemeinsam mit Christoph Laloi die Balloon Sail veranstaltet. Sie findet während der Kieler Woche seit 2007 jedes Jahr auf dem Nordmarksportfeld statt. Von dort aus war auch am Sonnabend der Ballon von Tony Mannchen in den Himmel gestartet. "Gegen Abend ist der Wind in Bodennähe jedoch eingeschlafen, sodass er sein Gefährt landen musste.

Er hatte die Wahl zwischen Getreidefeldern, einem Waldstück und der wenig befahrenen Bundesstraße", so Thomas Oeding. Auf seine Fahrt hatte Tony Mannchen vier Passagiere mitgenommen. "Ich habe ihnen gesagt, dass wir auf der Straße landen werden", sagte der Pilot. Im Korb sei die Stimmung nach dieser Ankündigung ruhig geblieben. Nach der Landung wurde der Ballon von der Besatzung und Anwohnern drei Meter weiter auf den Seitenstreifen gezogen.

Die Polizei reagierte gelassen auf den Vorfall. "Es handelte sich dabei um eine kontrollierte Landung außerhalb eines Flughafens. Das ist bei Heißluftballons üblich. Auch bei Segelflugzeugen kann eine solche Außenlandung erforderlich sein", erklärte Polizeisprecher Oliver Pohl. Außerdem habe die Ballonbesatzung den Verkehr reibungslos umgeleitet, ergänzte er.

Wie auch bei der außergewöhnlichen Notlandung 2015 auf dem Jensendamm in der Kieler Innenstadt wurde am Sonnabend niemand verletzt. Weniger glimpflich endete ein Vorfall im nordrhein-westfälischen Warendorf. Dort stürzte am Wochenende fast zeitgleich zu den Ereignissen bei Schwentinental ein Heißluftballon ab. Sechs Menschen wurden verletzt. 

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