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Saubere Kieler Förde : Matratzenjagd auf Backbord

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Nicht nur an Land fällt während der Kieler Woche eine Menge Müll an - auch in der Förde landet viel. Die Besatzung der "Schiermoker" fischt ihn wieder heraus.

Kiel | "Da vorne schwimmt noch was, Herr Kapitän!" Kurz darauf taucht Barbara Müller den Kescher ins Fördenwasser und fängt eine Bierflasche ein, die sie anschließend ordnungsgemäß in eine der sechs Mülltonnen wirft - Alltagsszenario für die Besatzung des Müllschiffes "Schiermoker" (Plattdeutsch für Saubermacher). Denn bei der Kieler Woche sammelt sich nicht nur an Land viel Müll an, sondern auch im Wasser. Bis zu fünf Kubikmeter kommen während der neun Tage zusammen. "Treibt der Abfall auf einer der Regattabahnen, kann er zur echten Gefahr für die Wassersportler werden", erklärt "Müllmann zur See" Heiko Lutz.
Für ihn und seine keschernde Kollegin Barbara Müller ist die Arbeit hier kein Alltag: Während der 44-Jährige sonst einen Sperrmüllwagen fährt, sitzt die 49-jährige eigentlich als Controllerin am Schreibtisch der Kieler Abfallwirtschaftsbetriebe.

Zur Hauptbeute des "Schiermokers" gehören Plastikbecher, Flaschen und Essenreste. Das skurrilste Objekt in diesem Jahr: eine in der Fahrrinne treibende Matratze. Und mit einem Schmunzeln erinnert sich Lutz an einen kuriosen Fang aus dem vorletzten Jahr: "Ein volles Bierfass ging uns ins Netz - das haben wir nach Feierabend fachgerecht entsorgt."
(wah, shz)

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erstellt am 28.Jun.2011 | 03:25 Uhr

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