Kiwo 2018 : Leinen los zur Kieler Woche: Steinmeier und Günther geben Startsignale

<p>Mit dem lauten Typhonsignal „Leinen los!“ eröffnete der Bundespräsident die Kieler Woche. </p>

Mit dem lauten Typhonsignal „Leinen los!“ eröffnete der Bundespräsident die Kieler Woche.

Traditionelles Anglasen und Typhon-Signal „Leinen los“ – Der Startschuss zur Kieler Woche ist gefallen. Zehntausende in Feierlaune.

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16. Juni 2018, 20:24 Uhr

Kiel | Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Ministerpräsident Daniel Günther, Landtagspräsident Klaus Schlie (beide CDU) und Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) gaben am Abend auf dem Rathausplatz vor tausenden Besuchern die traditionellen Startsignale.

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Das Glasen mit mehreren Schlägen auf eine Schiffsglocke erledigte erstmals Günther. Es folgte Steinmeier mit dem lauten Typhonsignal „Leinen los!“ (lang-kurz-kurz-lang). Gastgeber Kämpfer genoss das Zeremoniell ganz besonders: Er feierte gleichzeitig seinen 46. Geburtstag.

<p>Nach dem Regen füllte sich der Rathausplatz vor der offiziellen Eröffnung.</p>
Andreas Olbertz

Nach dem Regen füllte sich der Rathausplatz vor der offiziellen Eröffnung.

Zum größten Sommerfest im Norden Europas und zum weltgrößten Segelereignis werden bis zum Sonntag nächster Woche drei Millionen Besucher aus aller Welt erwartet. Er finde es großartig, mit welcher Leidenschaft und Freude die Kieler den Segelsport feiern, sagte Steinmeier bei seinem Premierenbesuch. Er sprach von einem wunderbaren Fest. „Sie glauben gar nicht, wie gern ich nach dieser Woche in Berlin hier bin“, sagte Steinmeier angesichts der politischen Turbulenzen in der Hauptstadt bei einem Empfang im Rathaus. Günther entgegnete, er sei auch in Berlin gewesen. Der Unterschied: „Sie müssen wieder nach Berlin zurück.“

Zehntausende schon in Feierlaune

Schon vor der offiziellen Eröffnung waren Zehntausende in der Stadt unterwegs. Steinmeier machte nach dem Besuch eines Segelcamps für Kinder, Jugendliche und Familien am Nachmittag mit Jugendlichen einen zweistündigen Segeltörn auf der „Thor Heyerdahl“. Der Dreimaster ist oft als schwimmendes Klassenzimmer mit Schülern unterwegs.

<p>Segelkunde für den Bundespräsidenten</p>
Andreas Olbertz

Segelkunde für den Bundespräsidenten

„Gemeinsam auf See, auf einem Segelboot zumal, da lernen wir einander besser kennen als im Chatroom oder auf Instagram“, sagte Steinmeier am Abend. Der Törn sei ein großartiges Erlebnis gewesen. Die Begeisterung für Wind, Wasser und Wellen frage nicht nach Herkunft, Aussehen oder Glauben. „Wenn wir miteinander reden und miteinander vorankommen, wenn wir gemeinsam feiern, uns gegenseitig nicht mehr als Bedrohung sehen, sondern als Bereicherung, dann ist das doch eine der größten Errungenschaften überhaupt.“

Steinmeier hat nach dem Abstecher an die Förde gleich eine Reise über den „großen Teich“ vor sich: Am Sonntag fliegt er nach Kalifornien mit den Zielen Los Angeles und San Francisco, Kiels neuer Partnerstadt.

„Internationaler Markt ohne Strafzölle“

Zu den Segelregatten vor Kiel haben sich 4000 Sportler aus 60 Nationen angemeldet. Erstmals können auch auf vier großen Videowänden in der Innenstadt die Wettfahrten live verfolgt werden.

Für Musikfreunde gibt es 400 Konzerte von Pop und Rock bis Jazz und Klassik. Fast alle sind kostenlos. Der Internationale Markt bietet landestypische Speisen, Getränke und Kunsthandwerk aus 32 Nationen. „Es gibt noch internationale Märkte ohne Strafzölle“, sagte Günther an Steinmeier gewandt.

Für die Austragung der Kieler Woche stellt die Stadt rund zwei Millionen Euro aus ihrem Haushalt bereit. Sponsoren stocken das Budget noch kräftig auf. Zum Schutz der Besucher hat die Polizei die Zahl der eingesetzten Beamten etwas erhöht.


Im Liveblog halten wir Sie während der Kieler Woche ständig auf dem Laufenden.

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