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Kieler Woche 2016 : Lecker und preiswert – Tops und Flops auf dem Internationalen Markt

vom
Aus der Onlineredaktion

Was macht satt - und spielt in der richtigen Preisliga? Und wo zahlt man viel - für wenig? Gesammelte Tipps.

Kiel | Unzählige Imbissbuden auf der Kieler Woche - da ist es schwer, den Überblick zu behalten. Doch welche Stände sind gut und bieten gutes Essen für wenig Geld – und welche sind die reinsten Preis-Leistungs-Flops? An dieser Stellen sammeln wir Tipps und fragen: Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Wir freuen uns über eine E-Mail an kielerwoche@shz.de.

Zwei Erfahrungen der Onlineredaktion machen den Anfang.

Preis-Sättigungs-Hit: das Eisbein vom polnischen Stand

Foto: Patricia Wagner

Der polnische Stand bietet viel für die Fans von deftig-fleischig. Sehr gut sind etwa die Würste. Hier wird deutlich, dass Fett nicht in erster Linie Gesundheitskiller ist, sondern Geschmacksträger. Sehr lecker!

Der ultimative Hit, wenn es um viel satt für für Kiwo-Verhältnisse wenig Geld geht, ist das Eisbein. Zwar gilt es als typisch deutsch, hat jedoch über Österreich-Ungarn auch seinen Weg in die polnische Küche gefunden. Das Eisbein vom Internationalen Markt kommt aus einer großen Kesselpfanne, wo es, wahrscheinlich stundenlang, in Sauerkraut schmort. Das ist in den 7 Euro mit enthalten, dazu ein Brötchen.

Die Portion wird auf einem braunen Mehrwegteller serviert und ist auf den ersten Blick nicht riesig. Allerdings besteht sie überwiegend aus viel Schweinefleisch. Das ist total zart, sehr lecker, und bei mir auch knochenfrei. Das Fleisch zerfällt auf der Gabel und schmeichelt dem Gaumen. Das Sauerkraut ist leicht bräunlich und hat genau das richtige Verhältnis aus Süße und Säure. Leichte Abzüge gibt es für das Brötchen. Das kommt recht trocken daher.

Das trübt den Gesamteindruck aber nur leicht. Denn seine wahre Stärke zeigt das polnische Eisbein in den Stunden danach. Mittags genossen, hält die Sättigung bis in den Abend an. Meine  Begleitung dagegen hatte sich für ein Hirse-Gemüse-Gericht entschieden und musste am späten Nachmittag wieder zum Boxenstopp zum Asiaten. Ich hingegen habe bis zum Abend locker durchgehalten.

Dziekuje Polska. Zachwycajacy!

Preis-Leistungs-Flop: Das Krokodil aus Ruanda geht baden

 

Wenn man auf dem Internationalen Markt, dann will man ja nicht unbedingt zum zehnten Mal die Thüringer Rostbratwurst vom Grill. Also allen kulinarischen Mut zusammengefasst und zum Ruanda-Stand. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

Zebra und Krokodil rückten nach einem kurzen Blick auf die Karte in den Fokus - das Rennen machte die Panzerechse. Im Menü mit Couscous und Gemüse für stolze 13,50 Euro kein Schnapper, aber wann isst man schon einmal Krokodil?

Die Vorfreude war riesig, die Ernüchterung auch. Auch die sehr gut gelaunte Crew hinter der Theke des Foodtrucks  konnte meine Enttäuschung nicht weglächeln. Der Fleischspieß wirkte auf dem Teller etwas verloren und auch der Geschmack war kein exotischer Gaumen-Schmeichler. Das Krokodil schmeckte wie altes Hühnchen – nur zäher. Es fehlten natürlich die Vergleiche, aber darauf werde ich wohl auch eher verzichten. Das konnte der Couscous und das Möhren-Gemüse auch nicht mehr retten. Es schmeckte zwar, aber der Margen knurrte trotzdem fast so laut wie zuvor. Mein persönlicher Essens-Flop! Dann doch noch mal ein kurzer Schwenk zum Grill….

Kwa heri!

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erstellt am 23.Jun.2016 | 12:55 Uhr

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