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Bands und Künstler auf der Kieler Woche 2016 : Kiwo-Musik-Programm am Montag: Karat im Interview

vom
Aus der Onlineredaktion

Am 24. Juni endet die letzte gemeinsame Tour der Rocklegenden. Wir haben Karat-Sänger Claudius Dreilich vor ihrem Autritt getroffen.

Kiel | Mit Hits wie „Über sieben Brücken“ und „Der blaue Planet“ prägte Karat die Musikszene in Ost und West. Nach dem Finale der „Rocklegenden“ in Schwarzenberg spielt die Band am Montag um 20.30 Uhr auf der Kieler Woche (Krusenkoppel).

Wie entstand die Idee zu einer gemeinsamen Tour?
Wir haben vor zwei Jahren schon mal eine Tour mit den Rocklegenden gemacht. Die war so erfolgreich, dass wir beschlossen, sie muss wiederholt werden. Insgesamt kommen wir auf 24 ausverkaufte Konzerte in ganz Deutschland.

Was war die größte Herausforderung auf der Tour?
Für uns war der Aufritt auf der Berliner Waldbühne etwas Besonderes. Das ist so etwas wie die legendärste Bühne in ganz Europa. Die zu rocken, war für alle 15 Musiker sehr emotional, denn da spielen auch unsere „Heroes“, ob dass die Stones oder Paul McCartney sind.

Es ist Ihre letzte gemeinsame Tour mit den Puhdys - heißt das auch das Ende der Rocklegenden?

Inwiefern die Entscheidung der Puhdys auch die Rocklegenden betrifft, wissen wir noch nicht genau. Uns macht das Projekt unglaublich Spaß, deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass City und Karat die Tour irgendwann fortsetzen.

Haben Sie etwas Besonderes für das große Finale in Schwarzenberg geplant?

Nein, das Konzert wird so ablaufen wie immer. Bestimmt wird Wehmut auf der Bühne aufkommen, weil die gemeinsame Zeit sehr intensiv war, aber die Show wird so gut wie jeden Abend.

Danach werden Sie am Montag auf der Kieler Woche auftreten. Hier steht Segelsport im Vordergrund. Können Sie sich damit anfreunden?

Mir sind ehrlich gesagt Motorboote lieber. Ich habe zwar kein eigenes, aber glücklicherweise viele Freunde mit Boot. Deshalb versuche ich, so viel Zeit wie möglich auf dem Wasser zu verbringen. Das passt ganz gut, denn ich wohne nur fünf Minuten vom Berliner Müggelsee entfernt. Sofern das Wetter mitspielt, bin ich auf dem Wasser.

Wasser finden sie in Kielüberall. Was verbindet Sie sonst noch mit der Förde?

In Kiel hatten wir 2012 einen wunderbaren Auftritt zusammen mit dem Philharmonischen Orchester. Daraus entstand sogar ein eigenes Album - „Symphony“.

Wie kam es dazu?
Der Intendant des Orchesters wollte auf dem Rathausplatz ein Konzert geben und da überlegten wir nicht lang. Der Auftritt hat uns zusammengeschweißt und gezeigt, dass unsere Musik durchaus mit Klassik vereinbar ist.

Wie haben Sie Ihre erste Kieler Woche 2010 erlebt?

Leider war die Zeit sehr knapp. Wir kamen nachmittags an, machten den Soundcheck und spielten unser Konzert. Dann mussten wir am nächsten Morgen wieder los. Dieses Jahr sieht es genauso aus, denn wir müssen danach ganz schnell nach Berlin. Denn wir bereiten gerade unser neues Album vor. Da wir dieses Jahr so viel unterwegs sind, müssen wir jeden Tag nutzen, um da weiterzuproduzieren. Deswegen können wir uns leider keine Verschnaufpause auf der Kieler Woche erlauben.

Was erwartet die Fans auf dem neuen Album?

Ich möchte noch nicht so viel verraten, denn wir sind gerade mitten im Entwicklungsprozess. Produziert wird es wieder in Berlin mit Ingo Politz. Wir haben viele tolle Freunde gefunden, die mit uns an der Platte arbeiten. Zum Beispiel wird sich Gregor Meyle mit uns zusammensetzen.

Wann wird es erscheinen?

Ende März/Anfang April des nächsten Jahres. Zu Zeiten der DDR waren die Texte eher noch verschlüsselt wie in „Albatros“ oder „Der Blaue Planet“.

Sind Ihre Botschaften heute direkter?
Wir haben immer schon mit Metaphern, Symbolen oder Bildern gearbeitet. Lyrische Textpassagen gehören auch heute noch zu Karat. Heute arbeiten wir allerdings mit weniger Druck, da die politische Zensur wegfällt. Dennoch würde ich nicht sagen, dass sich unsere sprachlich Texte verändert haben.

Alle Neuigkeiten rund um die Kieler Woche erfahren Sie in unserem Liveblog.

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