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Kieler Woche - Internationaler Teil : Wolfgang Hunger verliert die Führung

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Wenig Wind, aber segelbar : Iver Ahlmann rückt im Musto-Skiff der Spitze näher und genießt seinen „Auslauf“.

shz.de von
erstellt am 28.Jun.2015 | 10:09 Uhr

„Drehende Flaute“, „Null Wind abnehmend, aus wechselnden Richtungen“ – die Flauten-Beschreibungen der Segler sind vielleicht kreativ, aber als Vorhersage taugten sie am zweiten Tag des internationalen Teils der Kieler Woche nicht. Erst am Abend sollte sich eigentlich Wind einstellen, aber wider Erwarten tat sich am frühen Nachmittag ein Zeitfenster auf, das bis zum Abend geöffnet blieb. Wenig Wind, aber segelbar.

101 Rennen wurden in 16 Klassen absolviert. Die Brüder Helge und Christian Sach aus Zarnekau verteidigten ihre Führung in der Formula 18 vor den Dänen Nicolaisen/Vogelius.

Wolfgang Hunger und Julien Klein verloren nach den Plätzen fünf und sieben ihre Führung an das dänische Duo Jan Saugmann (2, 1)und Jakob Karbo. Der Abstand beträgt aber nur zwei Punkte.

Aufregung gab es bei den Contendern. Der Wettfahrtleiter auf Bahn Kilo hatte das Rennen gestartet, ohne das alle Segler im Startbereich angekommen waren. „So etwas macht man nicht“, sagte Segler Jan von der Bank.

„Nee, der RS 800 ist nichts für uns“, sagte Iver Ahlmann. Der Büdelsdorfer Musto-Skiff-Segler bleibt lieber allein Bord und segelt gegen seine langjährige Lebenspartnerin und jetzige Ehefrau Catharina, die im Januar Töchterchen Rosa zur Welt gebracht hat. Bei der Kieler Woche ist die Gattin noch nicht am Start, bei der WM auf dem Gardasee geht es dann wieder gegeneinander.

Der RS 800 ist ein Zweier- oder Mixed-Skiff mit Doppeltrapez und Gennaker. „Dem ganzen Schnickschnack halt“, schwärmt Jan Busch, der mit Freundin Riada Meyer gegen britische Konkurrenz segelt und seinen dritten Platz „gern über die Serie halten möchte“.

Iver Ahlmann indes bleibt lieber allein an Bord – und das mit Erfolg. Beim ersten Rennen am Freitag legte der Präsident des internationalen Klassenverbands einen Start-Ziel-Sieg hin und klebt dem führenden Briten Ben Schooling dicht am Heck. Nur einen Punkt beträgt der Rückstand nach vier Rennen. „Ich möchte aufs Treppchen kommen. Je höher, desto besser“, sagte der KiWo-Sieger von 2011, der am Donnerstag auf Tochter Rosa aufpassen musste und gestern seinen „Auslauf“ genoss.

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