Start am Wochenende : Kieler Woche: Mehr als 4500 Segler erwartet

Sportler aus 50 Nationen nehmen ab dem kommenden Wochenende an der 120. Auflage der größten Segelregatta der Welt teil.

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17. Juni 2014, 19:17 Uhr

Kiel | Die Kieler Woche ist und bleibt die größte Segelregatta der Welt: Zur 120. Auflage seit 1882 werden von Sonnabend an mehr als 4500 Segler aus 50 Nationen mit rund 1800 Booten erwartet, wie die Veranstalter am Dienstag berichteten. Die Königin der Regatten ist sportlich in drei Teile geteilt: Den Auftakt machen zehn olympische und zwei paralympische Disziplinen vom 21. bis zum 25. Juni.

Im Anschluss segeln 15 internationale Bootsklassen vom 26. bis zum 29. Juni um die begehrten Kieler-Woche-Titel. Zeitgleich geht es für die Seesegler die ganze Woche über um die internationale deutsche Seesegelmeisterschaft. Für Deutschlands Segler des Jahres ist die Kieler Woche Pflicht und Kür zugleich. Wenn Philipp Buhl am Samstag erstmals die Schoten dicht nimmt, dann ist der Sieg für den WM-Dritten im Laser Pflicht und Kür zugleich. Sein Feld ist nicht stark besetzt, weil die Europameisterschaft, bei der Buhl in der vergangenen Woche nur 15.

wurde, zu dicht an der Kieler Woche lag. „Ich bin nach der enttäuschenden EM-Platzierung wirklich heiß auf die Kieler Woche“, sagte der 24 Jahre alte Sonthofener Sportsoldat, der nach zwei Kieler-Woche-Siegen in Serie den Hattrick ansteuert: „Ich war nicht zufrieden mit meinen bisherigen Ergebnissen in dieser Saison. Der Sieg vor Kiel ist schon Pflicht. Und ich freue mich sehr auf die Regatta, weil sie medial und organisatorisch das mit Abstand beste Event im internationalen Circuit ist.“   Dennoch haben die Kieler-Woche-Organisatoren die Olympia-Disziplinen R:X für Männer und Frauen mangels Meldungen streichen müssen.

 Auch in anderen Olympia-Klassen wie dem traditionsreichen 470er für Männer und Frauen sind die Teilnehmerzahlen schwach. „Es gibt hier Konflikte mit großen internationalen Regatten, die zu nahe an der Kieler Woche liegen“, erklärt Organisationsleiter Peter Ramcke, „dazu sind wir mit dem Weltseglerverband ISAF im Dialog“.Während die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt zu ihrem Fest des Jahres rund drei Millionen Besucher erwartet, rüstet sich auch das Olympia-Zentrum in Kiel-Schilksee für den Ansturm. Zu den größten Regatta-Yachten zählt der 21 Meter lange Trimaran „Musandam-Oman-Sail“, auf dem Kiels neuer Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) am 24. Juni angeheuert hat. Zur internationalen Crew der Rekordjäger um Skipper Damian Foxhall zählen auch Weltumsegler Tim Kröger aus Hamburg und Hochseeseglerin Anna-Maria Renken aus Bremen.

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