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Countdown läuft : Kieler Woche – ein Fest für alle Sinne

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Kleinkunst, Kultur, Kulinarik: Die Stadt stellte ihr Programm vor. Der Oberbürgermeister will Zebra- und Kamelbratwurst probieren, Feuer spucken und jonglieren. Unterdessen zeigt auch die Krim-Krise Auswirkungen auf das Fest.

shz.de von
erstellt am 28.Mai.2014 | 06:00 Uhr

Nur noch 25 Tage bis zur Kieler Woche – der Countdown läuft, die letzten Vorbereitungen stehen an. Die Betriebstemperatur ist laut Oberbürgermeister Ulf Kämpfer „schon ziemlich hoch, kann aber noch etwas steigen“. Er verkündete gestern im Rathaus seine große Vorfreude, als Stadtoberhaupt zum ersten Mal dabei zu sein – und versprach gleich einen eigenen, ganz besonderen Auftritt: „Ich werde meine bescheidenen Jonglier- und Feuerspuckkünste einer breiten Öffentlichkeit vorstellen“, sagte Kämpfer strahlend. Im Wahlkampf war bekannt geworden, dass der 41-Jährige in seiner Freizeit, etwa auf Feierlichkeiten von Freunden, gern den Feuerspucker gibt – ein Hobby aus seiner Jugend.

Allerlei Kleinkunst, Akrobatik, Musik, natürlich die Segelwettbewerbe, aber vor allem auch Kulinarisches erwartet die Besucher in der Landeshauptstadt beim festen Programm des größten Sommer- und Segelfestes im Norden wieder. Vom 21. bis 29. Juni herrscht in Kiel in jeder Hinsicht der Ausnahmezustand. Die Stadt wird zur Partyzone. Dass es bei dem Volksfest für alle Sinne etwas zu erleben gibt und es besonders auf dem Internationalen Markt, der zum 37. Mal auf dem Rathausplatz stattfindet, auch um Völkerverständigung geht, betonte Kämpfer. Schließlich findet man hier Essensstände aus 33 Ländern, und von Australien bis Österreich kommt man im Katzensprung. Kamerun und Kosovo sind zum ersten Mal mit dabei, nach einer Pause machen auch die USA und Griechenland wieder ein leckeres Angebot. Es gibt bewährte Klassiker wie Erdbeeren am Australien-Stand, spanische Paella oder französische Flammkuchen, aber auch exotische Gaumenfreuden. Kochbananen aus dem afrikanischen Kamerun oder pakistanische Pakoras kann man probieren. Zwei Highlights hat sich der Oberbürgermeister schon ausgesucht: „Ich werde die Zebra- und Kamelbratwurst probieren“, sagte er.

Die privaten Radiosender RSH, delta radio und Radio Nora kündigten gestern ein weiteres Konzert auf ihrer Bühne an der Hörn an: Am Montag, den 23. Juni gibt sich die Gießener Deutsch-Pop-Band „Juli“ wieder einmal bei der Kieler Woche die Ehre.

Der Ukraine-Konflikt betrifft jetzt unterdessen auch die Kieler Woche. Wie bekannt wurde, musste der Besuch einer russischen Lenkwaffenfregatte mit 150 Marinesoldaten, die bereits für das Treffen der Marineschiffe im Tirpitzhafen zugesagt hatte, wieder abgesagt werden. Das Auswärtige Amt erteilte keine Genehmigung für das Durchqueren deutscher Hoheitsgewässer, wie die Stadt Kiel erklärte. Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer wollte die Entscheidung des Auswärtigen Amtes nicht bewerten: „Es steht mir nicht zu zu sagen, das ist richtig oder falsch. Die Fregatte ist nicht erwünscht, eine Internationale Krise ist der Hintergrund, und es gibt Sanktionen gegen Russland.“ Auch die Kieler Woche sei nicht abseits vom Weltgeschehen. Das Fest stehe zwar für Völkerverständigung, wie Kämpfer zuvor in einem anderen Zusammenhang betont hatte – „aber dafür steht die Krim-Krise nicht.“ Kämpfer sagte, die Absage habe ihn nicht vollkommen überrascht – es gehe schließlich um Militärschiffe. Die Teilnahme ziviler russischer Gäste sei hingegen vorerst davon unberührt, sagte eine Pressesprecherin: „Der russische Stand aus unserer Partnerstadt Kaliningrad auf dem Internationalen Markt ist nicht betroffen.“ Auch zum geplanten Besuch des Segelschulschiffs „Kruzenshtern“ gebe es keine Neuigkeiten.

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