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X-35-EM : Harter Kampf um jeden Platz

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Flensburger "Celox" auf Rang zwei / "Totes Rennen" zum Abschluss / "Xen" findet den richtigen Gang.

shz.de von
erstellt am 26.Jun.2008 | 08:59 Uhr

Schilksee | Ganz brav und sehr höflich bedankte sich die Crew der "Celox" für den Beifall vom Begleitschiff "Stadt Kiel". Das Team um den eleganten Skipper Achim Griese hatte gestern bei traumhaften Bedingungen auf dem Stollergrund die zweite Wettfahrt der X-35-Europameisterschaft gewonnen und winkte den Beobachtern zurück. Am Ende eines anstrengende Tages auf der Bahn Alpha und nach vier Wettfahrten bei moderater Welle, viel Sonneschein und strammen westlichen Winden um fünf Beaufort stand nach einer tollen Serie (5/1/2/4) Platz zwei für die "Cerox" zu Buche. Das Daumendrücken des verletzten Miteigners Sven Anderßen hatte sich gelohnt.
Das 16 Schiffe starke Feld lieferte sich in allen Regatten packende Wettkämpfe. Im letzten Rennen war es besonders spannend. Beim Sieg des Esten Matti Sepp mit der "Nicole 3" und dem zweiten Platz von der "Xen" lieferten sich die in der Gesamtwertung Führenden "ATV-people" des Dänen Kilian Groth und die "Cerox" von Achim Griese ein totes Rennen. Beide Schiffe wurden gleichzeitig gezeitet. "Das war unheimlich packend und geht schon in Ordnung", sagte Griese, der nach dem Tag mit vier Wettfahrten "doch ziemlich kaputt war". Es wird ihn erfreuen, dass Wettfahrtleiter Eckart Reinke nun das Tempo aus dem Zeitplan der X-35-EM heraus nehmen kann. Heute und Sonnabend sind nur zwei Wettfahrten geplant. Bei zehn Rennen soll Schluss sein. Griese kann aufatmen: "Das hört sich doch gut an".
Immer besser in Schwung kommt German Open-Sieger "Xen". Nach Startschwierigkeiten mit Platz neun folgten ein zweiter, ein dritter und ein zweiter Platz. In der Gesamtwertung lag das Team um Torsten Bastiansen auf Rang vier. "Zu Beginn hakte es im Getriebe, aber jetzt haben wird den richtigen Gang gefunden", sagte Bastiansen zufrieden. Das war bevor der Jury-Protest wegen Tonnenberührung vorlag. Der Steuermann räumte das Vergehen ein und nahm sein Schiff für die erste Tagewettfahrt aus der Wertung. In der Gesamtwertung rutschte das Team auf Rang fünf.
"Das sieht trotzdem gut aus", meinte Sven Christensen, der wie immer zur Kieler Woche blutenden Herzens nicht mit an Bord sein kann. "Das wird noch spannend. Es gibt keine Streichergebnisse. Da kann selbst in der letzten Wettfahrt das Klassement noch durcheinander geraten", meinte der Chef der "Kiwo"-Management-Agentur "Point of Sailing", der sich zwei Stunden zum "Private-Viewing" auf der Seebahn frei gab. Frei geben in einem unrühmlichen Sinne musste die Crew der "Loyola X" des Niederländers Ewoud van Bennekom ihren Spinnaker, den sie nach einem misslungenem Manöver geraume Zeit als Treibnetz hinter sich herzog.

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