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Balloon Sail : Feuer und Flamme für das Luftmeer

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Zum zweiten Mal geht die Kieler Woche in die Luft. Zur Balloon Sail auf dem Nordmarksportfeld treffen sich 52 Ballonteams aus aller Welt.

Kiel | Die Kieler Woche hebt wieder ab. Bereits zum zweiten Mal findet neben den Regatten zu Wasser und dem Volksfest an Land die Internationale Balloon Sail statt. Wie schon im vergangenen Jahr konnten die Organisatoren Thomas Oeding und Christoph Laloi wieder Brian Jones für das Nordmarksportfeld begeistern. Der Brite hat zusammen mit dem Schweizer Bertrand Piccard 1999 als erster in einem Heißluftballon die Erde umfahren. In die Landeshauptstadt ist Jones sehr gerne wieder gekommen. Bevor er mit Kiels Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz zum Auftakt einen Ballonkorb bestieg und symbolisch den Gasbrenner zündete, sagte er auf Englisch: "Es war ein außergewöhnlicher Eindruck für mich im vergangenen Jahr. Man hat selten die Gelegenheit, über eine Stadt mit so viel Wasser zu fliegen - oder zu fahren, wie ihr Deutschen sagt."
Damit hatte es Jones auf den Punkt gebracht. Warum heißt es eigentlich im Deutschen fahren statt fliegen? Thomas Oeding, Mit-Organisator der Balloon Sail, hat zwei Erklärungen: "Zum einen, weil ein Ballon keine Flügel hat. Also kann er nicht fliegen." Für die zweite Erklärung greift Oeding auf die Geschichte zurück: "1783 ließen die französischen Brüder Montgolfier zum ersten Mal einen Heißluftballon aufsteigen. Damals bezeichnete man den Himmel auch als Luftmeer. Die Schifffahrt gab es ja schon. Und weil ein Schiff die Ozeane und Meere befuhr, hat man auch mit einem Ballon das Luftmeer befahren."
Jones: "Die Landung ist das Aufregendste"
In diesem Jahr sind 52 Ballonteams und zwei Luftschiffe an die Förde gekommen, um das Luftmeer über der Landeshauptstadt zu erkunden. Obwohl dabei offenes Feuer im Spiel ist, hält Brian Jones das Ballonfahren für ungefährlich. "Fußball ist viel gefährlicher, wie wir gerade in Österreich und in der Schweiz sehen können." Das Aufregendste für Jones beim Ballonfahren sei jedes Mal wieder die Landung, gesteht der 61-Jahrige. "Im Idealfall gleitet der Ballonkorb so sanft auf die Erde, dass die Passagiere gar nicht merken, schon wieder auf dem Boden zu sein. Und manchmal tuts auch weh."
Garantiert schmerzfrei sind die Abende auf dem Nordmarksportfeld. Sofern es nicht regnet und es der Wind zulässt, werden Mittwoch, Freitag und Sonnabend um 22.30 Uhr alle Ballone feierlich illuminiert. Zu den Klängen von Musik lassen sie beim "Night Glow" ihre Flammen leuchten und strahlen dadurch abwechselnd auf dem Nordmarksportfeld. Dort ist jeden Tag ab 16 Uhr bereits Programm, Sonnabend ab 10 Uhr, Sonntag ab 11 Uhr.
Zudem heben die Ballone und Luftschiffe natürlich auch ab, wenn es das Wetter zulässt. Und sie nehmen Gäste mit. Etwa 150 Meter hoch schweben die Ballonfahrer dann über Kiel. Eine Fahrt kostet pro Person 220 Euro. shz.de hat zwei Freifahrten für je eine Person verlost. Die glücklichen Gewinner sind Mario Gittner aus Neumünster und Familie Dibbern aus Süderbrarup.

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erstellt am 22.Jun.2008 | 10:32 Uhr

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