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Kieler Woche 2017 : Die Kiwo nach der Kiwo: Wo die Party nach 0 Uhr weitergeht

vom

Nach 23 Uhr schließen die Buden auf der Kieler Woche. shz.de zeigt, wo Sie ganz in Hörn-Nähe weiter feiern können.

shz.de von
erstellt am 24.Jun.2016 | 16:23 Uhr

22 Uhr an der Hörn, die Sonne zieht sich unauffällig zurück. Es wird 23, 24 Uhr, nach und nach verabschieden sich die letzten Künstler, schließen Pommesbuden und Bierschenken der Kieler Woche. Ja, was denn? Gerade, wo es richtig lustig wird? Muss man jetzt ins Bett? Ruhig bleiben, Freunde der frohen Nächte, Kiel hat vorgesorgt. Hier eine kleine persönliche Auswahl, beschränkt auf die fußläufige Nähe zur Förde.

 

Am nächstliegenden, weil am nächsten liegend ist der Blaue Engel, direkt bei der Fußgängerbrücke der Förde. Drinnen sitzt es sich entspannt mit Cocktail oder Bier zu Tango, Swing, oder Salsa. Wer möchte, kann sich auch draußen niederlassen und durch den langsam verklingenden Lärm der schwindenden Kiwo-Besuchermassen den nächtlichen Geräuschen des Hafens lauschen.

Die stimmungsvollsten Kneipen sind meist Raucherkneipen. Kann man finden, wie man will, ist nun mal so. Besonders für Nicht-Kieler interessant sein dürfte der Club 68, die alte Stammkneipe des Werner-Zeichners Brösel. Den norddeutschen Promi wird man zwar kaum antreffen. Mit guter Wahrscheinlichkeit aber den ein oder anderen, der jemanden kennt, der jemanden kennt, und gern interessanten Insider-Gossip preisgibt.

Beim Studentenvolk der Stadt sehr beliebt ist das Phollkomplex. Auf bunt zusammengewürfeltem Möbelgut kann man den Abend entweder mit Bier, Cocktails sowie selbst Gebackenem und Gekochtem gemütlich ausklingen lassen – oder sich noch einmal entspannen, bevor es weiter geht in die nur wenige Schritte entfernte Bergstraße.

In Kiels kleiner Partymeile versammeln sich die meisten Clubs: So das schmuddelige Tucholsky, eine Disco der alten Schule, die gewissenhaft alle Klischees erfüllt: von den grummeligen Türstehern über den klebrigen Dancefloor, warmen Getränken, Chart-Musik und dem Klo, das man ohne Schwierigkeiten mit der Nase findet. Gleich daneben und deutlich weiter ab vom Mainstream lockt der Luna-Club mit überwiegend elektronischem Kling-Klang zum Abgehen im dicht gedrängten Kellergeschoss. Überregional bekannte DJs sorgen für niveauvolle Zappelei. Weiter gibt's Kneipen, Fastfood-Läden und einen Späti.

Für viele Feierfreudige die Anlaufstelle Nummer Eins ist die Pumpe, etwas die Bergstraße runter und nach dem Kleinen Kiel links rum. Wohl kein anderer Club hat ein so vielfältiges Musikangebot wie das denkmalgeschützte ehemalige Pumpwerk. Aufzählen sinnlos – hier hört man, je nach Abendprogramm, so ziemlich alles. Neben den verschiedenen Tanzflächen gibt es reichlich gemütliche Sitzecken und einen Tischkicker.

Wer es kleiner, gemütlicher, familiärer mag, dem sei das Prinz Willi anempfohlen. Etwas abseits vom Rest, dafür ist mit weniger Touristen zu rechnen. In der niedlichen Kneipe treten regelmäßig zartgeistige Singer-Songwriter mit schrammeligen Gitarren und Weltschmerz in der Stimme auf. Meist ist der Laden dann bis auf die letzte Fensternische dicht, was das Erlebnis noch kuscheliger macht. Nach den Auftritten leert sich die Kneipe schnell, und man bekommt Gelegenheit, den Musikern ein Bier auszugeben und mit ihnen über die unangesagtesten Underground-Indies zu fachsimpeln.

Mein Gott, wie unpräzise, unzutreffend, ungerecht war das denn? Was blieb nicht alles unerwähnt. Zurechtstellungen und Ergänzungen gern in die Kommentare oder an kielerwoche@shz.de.

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