Kiwo 2015 : Die Kieler Woche ist zu Ende: Sieben Gründe, traurig zu sein

Die besondere Atmosphäre der zurückliegenden neun Tage schwindet mit dem letzten Müll aus den Straßen der Stadt. Bis sich dieses Gefühl wieder einstellt, heißt es ein Jahr warten.

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28. Juni 2015, 15:14 Uhr

Die Kieler Woche 2015 geht zu Ende. Die Festivalstimmung verflüchtigt sich, der normale Alltag macht sich wieder breit. Hier finden Sie sieben gute Gründe, warum Sie zu Recht traurig darüber sind. Oder sind Sie vielleicht doch froh, dass der Trubel vorbei ist? Dann lesen Sie hier weiter.

Im KiWo-Blues

Ein Jahr warten - das kann ganz schön lang sein.
Imago/ Chromeorange
Ein Jahr warten - das kann ganz schön lang sein.
 

Nach der Kieler Woche ist vor der Kieler Woche - aber ein Jahr kann verdammt lang sein. Es bleibt nichts als warten, bis die Landeshauptstadt wieder von dieser ganz besonderen Stimmung erfasst ist.

Blick ins Leere

Wo sind sie denn? Die Traditionssegler haben die Förde verlassen.
Mareile Jenß
Wo sind sie denn? Die Traditionssegler haben die Förde verlassen.
 

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts - all die schönen Traditionsschiffe kehren Kiel das Heck zu. Gähnende Leere an der Hörn und der Kiellinie. Nur noch Sport- und Ruderboote.

Kulinarische Einfalt

Sind schnell zubereitet und machen satt: Spaghetti.
imago/ Westend61
Sind schnell zubereitet und machen satt: Spaghetti.
 

Vorbei ist der Luxus, zwischen den Köstlichkeiten 34 verschiedener Länder auf dem Internationalen Markt wählen zu können. Statt Krokodilspieß, Piroggen und Lapplandwaffel kommen wieder Bockwurst und Kartoffelsalat, Spaghetti Bolognese und Schnitzel mit Pommes auf den Teller.

Etikette statt Entertainment

Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer lässt es sich nicht nehmen, in einer Kiste die Krusenkoppel herunter zu rauschen.
Kieler Woche-Büro
Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer lässt es sich nicht nehmen, in einer Kiste die Krusenkoppel herunter zu rauschen.
 

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer wird lange nicht mehr so ausgelassen zu sehen sein. Mit 25 Knoten auf dem Trimaran über die Förde zu fegen, in einer Kiste die Krusenkoppel herunterzurauschen und Seglern Pokale zu überreichen - das hat ihm sichtlich Freude gemacht.

Trostlose Einsamkeit

Auf der Kieler Woche ist man nie allein unterwegs.
Michael Althaus
Auf der Kieler Woche ist man nie allein unterwegs.
 

Die Kieler Woche steht im Zeichen der Gemeinschaft. Einzelgänger bleiben nicht lange für sich - auch wenn man sich nicht kennt, hier wird in Gesellschaft gefeiert.

Norddeutsche Tristesse

Die eigenen Fremdsprachenkenntnisse direkt vor der Haustür anwenden zu können - die Gelegenheiten dazu werden jetzt weniger.
imago/ Widmann
Die eigenen Fremdsprachenkenntnisse direkt vor der Haustür anwenden zu können - die Gelegenheiten dazu werden jetzt weniger.
 

Die Kieler Woche bietet endlich einmal Gelegenheit, die eigenen Sprachkenntnisse anzuwenden und den faszinierenden Klängen fremder Sprachen im Alltag zu lauschen. Statt internationalem Stimmengewirr hört man jetzt nur noch norddeutsches Gemurmel.

Ohne Eigeninitiative läuft nix

Ziele für Unternehmungen muss sich jetzt wieder jeder selber suchen.
imago/ Westend61
Ziele für Unternehmungen muss sich jetzt wieder jeder selber suchen.
 

Wer jetzt in seiner Freizeit was erleben möchte, muss das selber planen und organisieren. Einfach rausgehen, sich treiben lassen und was erleben ist erstmal nicht mehr.

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