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Wettfahrten : Daumendrücken für die "Celox"-Crew

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Nach den ersten Wettfahrten der Europameisterschaft der Einheitsklasse X-35 liegt einer der Mitfavoriten in Führung.

shz.de von
erstellt am 25.Jun.2008 | 10:25 Uhr

Schilksee | Mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachtete Sven Anderßen das Ergebnis der ersten Wettfahrt mit dem Sieg seiner "Celox". "Recht ordentlich, so kann es weitergehen", meinte der Miteigner aus Flensburg, der sich einen Tag vor Beginn der EM bei einem Unfall verletzt hatte und nicht mitsegeln konnte. Bei der Arbeit rutschte er an Bord eines Schiffes aus und zog sich einen Bänderriss im linken Fuß zu. "Beim Abstützen riss dann noch ein Band im Zeigefinger der linken Hand, ganz toll", meinte der Kassenwart der Klassenvereinigung, der gestern trotzdem zur Eröffungs-Veranstaltung der X-35-EM angereist war.

Anderßen hatte etwas versäumt, das war ihm klar. "Super enge, aber anspruchsvolle Rennen. Das hat richtig viel Spaß gemacht", meinte Jörn Carstensen, der mit der "Stihl" von der Seglervereinigung Flensburg nach Anfangsproblemen im ersten Rennen auf einen "echt tollen" zweiten Platz gesegelt war und im Gesamtklassement auf Rang sieben liegt. Bei nahezu östlichen Wind anfangs um fünf, später vier Beau fort wurden zwei 6,2 Seemeilen lange Wettfahrten auf dem Stollergrund gesegelt. "Im ersten Rennen stimmte unser Set-Up noch nicht", meinte Carstensen, der mit seiner Crew die Maior-Regatten im Frühjahr gewonnen hatte. In der Wettfahrt-Pause wurde dann geschraubt und verstellt, schon liefs besser.

Die Flensburger Crew der "Xen" um Steuermann Torsten Bastiansen hatte einen ähnlichen EM-Auftakt. Nach Rang sieben in Rennen eins folgte die Steigerung. Es wäre sogar noch mehr drin gewesen, wenn die "Xen" auf dem letzten Vorwind-Kurs nicht noch eingeholt und auf Platz drei verdrängt worden wäre - von der "Stihl".

Achim Griese war angetan vom ersten Platz mit der "Celox" und von den Bedingungen, gab aber zu, in der zweiten Wettfahrt einen Fehler gemacht zu haben. "Einmal zu früh gewendet, dann noch eine Tonnenberührung und schon wirst du nach hinten durchgereicht", meinte der Silbermedaillengewinner der olympischen Spiele von 1984 in Los Angelos. "Aber wir haben dann noch ein paar Plätze gut gemacht. Ein guter Auftakt."

Das sieht auch Sven Anderßen so. Nach dem Empfang ging es gestern zurück nach Flensburg. Arzttermine stehen heute an. "Klar mach ich das", meinte er, auf die Frage, ob er seinem Team für den Rest der WM die Daumen drückt - zumindest den der rechten Hand.

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