Kieler Woche 2018 : Auf der Krusenkoppel: So bewerten Kinder und Eltern die Spiellinie

Übergroße Möhren, Blumen und Tiere erwarten die Besucher im Wundergarten.
Übergroße Möhren, Blumen und Tiere erwarten die Besucher im Wundergarten.

Dieses Jahr ist das Motto „der zauberhafte Wundergarten“. Die Kinder bauen, malen und basteln, was das Zeug hält.

shz.de von
21. Juni 2018, 17:06 Uhr

Kiel | Fantasievolle Blumen, begehbare Kakteen und ein geheimnisvolles Labyrinth verzaubern Kinder und ihre Eltern in diesem Jahr auf der Krusenkoppel. Das diesjährige Motto: „der zauberhafte Wundergarten“. Hämmern, Malen, Basteln – shz.de hat nachgefragt, wie die Spiellinie bei den Besuchern ankommt. Wie ist das Thema umgesetzt und was begeistert die Kleinen am meisten? Antworten gibt es von Frederik (7), Bruno (5), Julie (7), Ella (7), Frieda (8) und Luise (7).

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In diesem Jahr verwandelt sich die Krusenkoppel in einen zauberhaften Wundergarten.
Anna Rüb

In diesem Jahr verwandelt sich die Krusenkoppel in einen zauberhaften Wundergarten.

Das Konzept der Spiellinie

Das Konzept der Spiellinie ist ähnlich wie in den vergangenen Jahren. Mit der Hilfe von Kindern und Mitarbeitern soll eine eigene Welt auf der Krusenkoppel entstehen – in diesem Jahr ein zauberhafter Wundergarten. Holz, Papier, Wolle und Lehm sind einige Materialien, mit denen das Projekt verwirklicht werden soll.

Die Helfer stellen ein Grundgerüst, indem sich die Kinder frei austoben können. Es gibt unter anderem eine Malwand, Tiere aus Lehm und Pappmaché sowie Holzbauten.

Die künstlerische Leiterin Maike Wiechmann ist vom aktuellen Stand des Projekts begeistert: „Alle Workshops sind unglaublich weit.“

Das Thema: „der zauberhafte Wundergarten“

„Es ist gar nicht so einfach, ein Thema zu finden. Es muss für Kinder und Mitarbeiter griffig sein“, sagt Maike Wiechmann, die künstlerische Leiterin der Spiellinie. Der Garten sei ein Erlebnisort, in dem sie in ihrer Kindheit selbst viel Zeit verbracht hat.

„Bei Rittern und Indianern arbeitet man viel mit Klischees. Der zauberhafte Wundergarten gibt da viel mehr Spielraum“, so Wiechmann. Das Thema kommt bei allen gut an. Einige sehen ihre Favoriten aber eher in den vergangenen Jahren.

„Das Thema ist wenig greifbar – insbesondere im Gegensatz zu den letzten Jahren“, sagen beispielsweise Frederiks Eltern. In den vergangenen Jahren seien es bessere Themen gewesen. Aber auch für das diesjährige Motto geben sie drei Sterne.

Bei den Holzlingen vom Wunderberg

Frederik (7) ist bei den Holzlingen vom Wunderberg. Diese haben große, begehbare Holzgerüste in Form von Gartenhäusern oder einer Gießkanne aufgebaut. Die kleinen Besucher können nun selbst Bretter sägen und dann mit Hammer und Nägeln an dem vorgefertigten Gerüst befestigen. Das macht Frederik auch gleich – Schlag auf Schlag.

Frederik (7) hämmert fleißig.
Anna Rüb

Frederik (7) hämmert fleißig.

Die Kinder bekommen hier viel Spielraum. Und wenn es doch mal brenzlig wird, dann schreitet das Personal ein. Die Eltern von Frederik fühlen sich sicher: „Die Helfer sind freundlich und gehen auf die Kinder ein.“

Und wie gefällt es Frederik? Für den Spaß-Faktor gibt er gleich fünf Sterne.

Auch bunte Blumen, eine „Welt, die Kopf steht“ und fabelhafte Tiere entstehen auf dem Gelände der Krusenkoppel. Mit Wolle und Papier können Kinder den Pflanzen und Tieren Leben einhauchen. Bruno (5) hat gerade Papier geschöpft und zum Trocknen aufgehängt.

Bruno (5) hat gerade Papier geschöpft und aufgehängt.
Anna Rüb

Bruno (5) hat gerade Papier geschöpft und aufgehängt.

 

Später kann er sein Werk mit Kleister auf einem riesigen Schmetterling feststreichen und diesem so Flügel verleihen. Auch Bruno hat viel Spaß, besonders gut hat ihm die das Springen auf der Hüpfburg gefallen.

Farbwerkstatt und Malwand

Wer nach dem Hämmern und Basteln noch Lust hat, kann den Bauten in der Farbwerkstatt noch einen bunten Anstrich geben. Hier laufen Kinder mit farbbesprenkelten Malkitteln und großen Pinseln herum. Das ist genau Julies (7) Ding. Noch besser hat ihr aber das Schminken gefallen – sich selbst im Gesicht zu bemalen.

Nach dem Hämmern und Sägen wird gemalt. Emilia (4) gefällt das besonders gut.
Anna Rüb

Nach dem Hämmern und Sägen wird gemalt. Emilia (4) gefällt das besonders gut.

Malerisch geht es auch an der langen Malwand weiter. Hier können Kinder sich im meterlangen Gesamtkunstwerk verewigen. Die siebenjährige Ella zeigt stolz einen ihrer Beiträge – einen bunten Vogel. Besonders gut haben ihr die schönen Farben gefallen.

Ella (7) präsentiert stolz eins ihrer Werke an der Malwand.
Anna Rüb

Ella (7) präsentiert stolz eins ihrer Werke an der Malwand.

Ella ist auch begeistert von dem zauberhaften Wundergarten auf der Krusenkoppel. Das einzige, was sie sich noch wünscht: „Echte Pferde oder Einhörner wären toll.“

Stockbrot-Backen am Lagerfeuer

Vom ganzen Hämmern, Sägen und Malen wird man ganz schön hungrig. Ein Glück, dass gleich nebenan ein Feuer brennt und es Stöcke sowie Teig zum Stockbrot backen gibt.

Nach der Arbeit können sich die Kinder am Lagerfeuer mit Stockbrot stärken.
Anna Rüb

Nach der Arbeit können sich die Kinder am Lagerfeuer mit Stockbrot stärken.

Hier sitzen Frieda und ihre Mutter – drehen geduldig den Stock überm Feuer. Die Achtjährige hat bereits die begehbare Gießkanne angestrichen und sich geschminkt. Ihr gefällt das Motto sehr. „Wenn ich zaubern könnte, würde ich mich in einen Fuchs verwandeln“, sagt sie. „Diese sind schlau und selten.“

Lehm – Schlammbad

Gewerkelt und gematscht wird wieder ein paar Meter weiter. Hier verarbeiten Helfer und Kinder Lehm. Es entstehen Hütten, fabelhafte Tiere sowie Käfer und ein Schlammbecken für die Kleinen gibt es auch.

Auf der Krusenkoppel entstehen Lehmhäuser und fabelhafte Tiere.
Anna Rüb

Auf der Krusenkoppel entstehen Lehmhäuser und fabelhafte Tiere.

„Ganz schön viel los hier. Es ist toll, das Personal hochmotiviert. Die Stadt könnte so etwas gerne nochmal außerhalb der KiWo veranstalten. Vielleicht eine Art Bauspielplatz“, sagen Luises Eltern, die sich einen kühlen Ort im Schatten gesucht haben. Luise (7) kommt gerade aus dem Schlammbad.

Luise fand die Welt aus Lehm sehr faszinierend – unter anderem den riesigen Marienkäfer.
Anna Rüb

Luise fand die Welt aus Lehm sehr faszinierend – unter anderem den riesigen Marienkäfer.

Sie ist begeistert: „Es ist alles super! Am besten haben mir das Baden, die Schlammkunstwerke und das Labyrinth gefallen.“ Rausgekommen aus dem Irrgarten ist sie wieder, obwohl sie sich kurz verlaufen hatte.

Wer findet den Weg durch den Irrgarten?

Wer traut sich in den Irrgarten? Und vor allem, wer findet den Weg wieder heraus?
Anna Rüb

Wer traut sich in den Irrgarten? Und vor allem, wer findet den Weg wieder heraus?

Ein Irrgarten aus zahlreichen Tunneln erstreckt sich den Hang hinab. Kinder, die den Weg einmal aus dem Labyrinth gefunden haben, trauen sich erneut hinein und spielen Fangen oder Wettrennen in den Gängen.

Die zauberhafte Welt des Wundergartens kann noch am Freitag von 14 bis 18 Uhr und am Wochenende jeweils von 11 bis 18 Uhr bestaunt und bespielt werden.

Im Liveblog halten wir Sie während der Kieler Woche ständig auf dem Laufenden.

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