Neue Webcam am Kanal : Sehen, wo das Traumschiff fährt

Wolfgang Berndt gab die zündende Idee, die Kanalcup-Cam mit Blick auf die Rendsburger Hochbrücke zu installieren. Foto: Ruff
Wolfgang Berndt gab die zündende Idee, die Kanalcup-Cam mit Blick auf die Rendsburger Hochbrücke zu installieren. Foto: Ruff

Ein neuer Internet-Service macht das Schiffe-Gucken am Kanal noch einfacher: Per Webcam lassen sich die großen Pötte auch am heimischen Rechner verfolgen.

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29. Oktober 2007, 05:47 Uhr

Wenn mal wieder der Kreuzfahrt-Riese "Norwegian Dream" in die Brunsbütteler Schleuse einläuft und den Kanal passiert, werden traditionell schon Stunden vorher die Ufer von Schaulustigen gesäumt sein. Aber es geht auch ohne Stress: Am Zollgebäude des Rendsburger Kreishafens haben Wolfgang Berndt (58) und die Mitstreiter des Kanal-Rudercups eine Webcam installieren lassen, gerichtet auf die Eisenbahnbrücke. "Mein Ziel war es ursprünglich, die Ruderregatten des Canal-Cup im September zu übertragen", sagt Berndt, der dort für die sportliche Organisation zuständig ist.
Im März begann die Planung, jetzt ist die Website im Netz - und erfüllt einen weiteren Zweck: Der Besucher sieht eine Kanal-Karte. Darauf: rote Punkte, die die aktuelle Position aller Passagierschiffe zeigen. Möglich wird das durch die AIS-Daten, mit denen auch die Schiffslenkung in Brunsbüttel arbeitet. Berndt: "Jedes Schiff sendet einmal pro Minute seine Position. So kann jeder sehen, wann er an den Kanal muss, um seinem Traumschiff nahe zu sein - oder wann er es über die Webcam sieht."
Auf die Idee des einmaligen und kostenlosen Angebots kam Berndt beim Canal-Cup 2006: "Unser Schiedsrichter-Boot hatte AIS an Bord. Diese Technik hat mich fasziniert. Und weil ich Schiffe liebe, habe ich beides verbunden."

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