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Thema: Leben : Das Leitbild verstehen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Prinzip der Leichten Sprache kennt man auch auf dem Holländerhof in Flensburg. Hier übersetzen Bewohner schwierige Texte gemeinsam, sodass sie jeder verstehen kann. Hans-Jürgen Drewes gehört zu dieser Gruppe und hat großes Interesse an Leichter Sprache entwickelt.

shz.de von
erstellt am 03.Dez.2013 | 06:00 Uhr

Der Werkstattrat sagte 2011, dass er das Leitbild der Norddeutschen Gesellschaft für Diakonie nicht versteht. Frau Rönnau, die Leiterin des Holländerhofes in Flensburg, erzählte das dem Bewohnerbeirat. Ich bin Mitglied im Bewohnerbeirat, sogar Vorsitzender. Gemeinsam mit dem Werkstattrat haben wir das Leitbild übersetzt. Das hat mir viel Spaß gemacht.

Leichte Sprache ist für mich,

● dass lange Sätze kurz geschrieben werden.

● dass komplizierte Sätze einfach geschrieben werden.

● dass lange Texte kurz geschrieben werden.

Leichte Sprache finde ich gut, weil ich vieles besser verstehe.

Im Juni war ich zu einer Fortbildung „Leichte Sprache“ in Rendsburg. Da habe ich auch gehört, dass die so etwas auch im Bundestag machen. Vieles andere kannte ich aber schon. Ich konnte viele Beispiele von unserem Leitbild erzählen. Wir haben eine Gruppenarbeit gemacht.

Hier das Beispiel „Hausordnung“:

Schwere Sprache: „Unser Haus möchte dem Anspruch gerecht werden, die Würde, Selbstständigkeit und Persönlichkeit jedes einzelnen Bewohners zu wahren, aber auch das Gefühl der Geborgenheit in der Gemeinschaft zu vermitteln. Diese Hausordnung soll als Orientierung für ein freundliches Miteinander und gegenseitige Rücksichtnahme, Wertschätzung und Hilfsbereitschaft untereinander betrachtet werden...

Das haben wir in leichte Sprache übersetzt:

● Wir akzeptieren jeden so wie er ist!

● Wir gehen respektvoll miteinander um!

● Wir fühlen uns wohl!

Dafür gibt es Regeln...

Ich könnte mir vorstellen, mit ein paar Anderen zusammen eine Gruppe zu gründen, die schwere Sprache im Holländerhof übersetzt. Wenn das hinhaut, wäre das gut.

* Dokumentation: Stefan Beuke

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