Gesetzes-Entwurf : Die neue Gentechnik

Heute Nachmittag soll im Bundestag das von der Land- und Ernährungswirtschaft lang erwartete neue Gesetz zur Gentechnik verabschiedet werden.

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25. Januar 2008, 10:30 Uhr

Es gehe um die Forschung, betont Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer. Damit die mittel- und langfristigen Folgen von gentechnischen Veränderungen an Pflanzen erforscht werden können, soll heute der Bundestag über die Erneuerung des Gentechnikrechts abstimmen. "Ich rechne mit einer klaren Zustimmung", sagte Seehofer gestern in Berlin.

Das Gesetz ist zunächst auf Mais beschränkt. "Raps kreuzt mit zu vielen Wildpflanzen", so Seehofer. Daher sei keine Koexistenz - Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen neben unveränderten - möglich.

Die Abstände zwischen einem Feld mit Genmais zu gentechnisch unveränderten Pflanzen werden festgelegt: 150Meter bei "normalem" Mais, 300 Meter bei "Bio-Mais".

In Absprache mit seinem Nachbarn kann ein Landwirt, der Genmais anbaut, den Abstand zum Nachbarfeld verringern. Stimmt der Nachbar zu, geht er das Risiko ein, keinen Anspruch auf Schadensersatz zu haben, falls ein zu hoher Anteil von Genmais in seinem Feld gefunden wird.

Bisher durfte ein Tier nicht mit Genfutter großgezogen werden, wenn das Fleisch die Kennzeichnung "ohne Gentechnik" erhalten sollte. Das soll sich ändern. Seehofer: "Impfstoffe kommen oft aus der Gentechnik. Wenn sich keine gentechnische Veränderung im Fleisch finden lässt, darf es mit dem Siegel verkauft werden".

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