Armee-Shop in Lübeck : ABC-Schutzmasken gefragt wie nie

Gefragt: Schutzmasken von NVA und Bundeswehr. Foto: Kröger
Gefragt: Schutzmasken von NVA und Bundeswehr. Foto: Kröger

"Ich wundere mich über das Interesse der Leute", sagt Dennis Hoppe. Der Lübecker betreibt einen Army-Shop. ABC-Schutzmasken sind aktuell sehr gefragt.

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16. März 2011, 11:25 Uhr

Lübeck | Geiger-Zähler, Jodtabletten und ABC-Schutzmasken wandern in den Einkaufskorb - obwohl die radioaktive Strahlung Deutschland wohl nicht in dramatischer Stärke erreichen wird, verängstigt die Atom-Katastrophe in Japan die Menschen in Schleswig-Holstein. Im Army-Shop von Dennis Hoppe (32) in Lübeck gingen ein Dutzend Schutzmasken über den Tisch. "Sie liegen in einer Wühlkiste, und ich wunderte mich über das Interesse der Leute." Gekauft wurden Masken aus Beständen von Bundeswehr und Nationaler Volksarmee. "Da sind die Filter natürlich überlagert, sie zu tragen macht keinen Sinn." Weil die Nachfrage hoch ist, hat Hoppe 15 hochwertige Schutzmasken von Dräger bestellt. "Die kosten allerdings statt 14,95 auch 130 Euro."
Ist eine solche Investition sinnvoll? Thomas Römer (44) von der Berufsfeuerwehr Neumünster: "Ich halte das für eine Überreaktion." Der Schutz durch eine Maske sei zudem begrenzt. "Wir rechnen bei der Feuerwehr mit einer Tragezeit von zwei Stunden." Danach setze sich der Filter durch Partikel langsam zu, es käme keine Luft mehr durch. "Der Tausch von Filtern muss geübt werden, außerdem erfordert das Tragen der Maske eine besondere Fitness, da sich der Atemwiderstand erhöht."
(ge, shz)

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