Sonderthema für Jugendliche : Mutters Kitsch - Vaters Ramsch

'Papa Zappa'. Foto: Max Schubert
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"Papa Zappa". Foto: Max Schubert

Für "Mutters Kitsch - Vaters Ramsch", unser "Blende"-Jugendthema, suchen wir die besten Fotos von Sammlerstücken, Krimskrams und Gegenständen aus einer vergangenen Zeit.

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20. Juli 2011, 01:59 Uhr

Papa hat ne Platte. Sogar viele davon. Es gab Zeiten, da hat er bei "Platte" nicht an lichtes Haar, sondern an Musik gedacht. Schwarze Scheiben mit Loch und Rillen waren die Vorgänger der CDs. Im Zeitalter von Musik-Downloads ist die Vinyl-Sammlung Vaters ganzer Stolz.
Raus mit der Kamera und zeigt uns, wie er über seinen angestaubten Schatz wacht. Für "Mutters Kitsch - Vaters Ramsch", unser diesjähriges "Blende"-Jugendthema, suchen wir die besten Fotos von Sammlerstücken, Krimskrams und Gebrauchsgegenständen aus einer vergangenen Zeit, die für Eure Eltern noch etwas Besonderes bedeuten. Macht Euch auf eine spannende Entdeckungstour durch Raum und Zeit!
Viele der gesuchten Motive hängen oder stehen direkt vor Euren Augen, tagein, tagaus. Kasperlköpfe - sorry: Harlekin-Masken - starren von den Wänden ins Zimmer. Es sind Dekorationen, die der Mutter gefallen, in denen Ihr aber nur Kitsch entdeckt. In sogenannten Setzkästen drängen sich diverse Sammlungen von Figuren und Figürchen. Oft sind es vergilbte Mitbringsel von kleinen Ausflügen und großen Reisen. Manche Wohnzimmer gleichen Tierheimen für putzige Plüschkätzchen. Zuckerwatte für die Augen und genau die Motive, die wir für unseren diesjährigen Fotowettbewerb "Blende" suchen.
Einige der Modeerscheinungen der jüngeren Vergangenheit sind vielleicht schon wieder ausgemustert und daher in Abstellräumen anzutreffen: die Lavalampe beispielsweise oder der Tischbrunnen. Unvermeidlich waren zeitweilig auch die bunten Galilei-Thermometer. Der Garten ist ebenfalls keine kitschfreie Zone. Zu den schon wieder kultigen Gartenzwergen gesellen sich inzwischen diverse antiken Statuetten, Barock-Engelchen oder Fröschlein.
Garage und Schuppen sind meist Vaters Reich. Große und kleine Maschinen stehen da herum. Das Moped, an dem er seit 20 Jahren herumschraubt. Das Werkzeug dazu ist verölt und liegt in ausgebeulten Kartons. Jede Schraube zählt schließlich in Vaters Hobbywerkstatt, man könnte sie ja noch gebrauchen. So hat sich ein stattliches Magazin angesammelt. Bunte Pinsel, angebrochene Farbeimer, daneben Fahrradschläuche mit Flicken drauf. So sieht Vaters Ramsch aus.
Fragt Eure Eltern, ob sie sich mit für das Wettbewerbsbild aufnehmen lassen. Das Zusammenspiel mit dem Besitzer ist ein besonderer Reiz bei "Mutters Kitsch - Vaters Ramsch".
Zeigt Papa über seine Modelleisenbahn gebeugt, die schon bessere Zeiten gesehen hat, aber noch tapfer ihre Runden dreht. Oder wie er die Nadel des Plattenspielers vorsichtig auf eine seiner Klassik-Rock-Platten setzt. Oder inszeniert eine Begegnung vor Mutters Kleiderschrank: Sie probiert an, und ihr zeigt in Mimik und Gestik deutlich, was ihr darüber denkt: "Kitsch, Kitsch, nochmals Kitsch!" Solche Aufnahmen, auf denen auch Ihr zu sehen seid, gelingen mit der Selbstauslöserfunktion des Fotoapparats. Befestigt die Kamera dazu am besten auf einem Stativ oder stellt sie so ab, dass sie nicht umfallen kann. Dann habt ihr einige Sekunden Zeit, um Euch mit in Szene zu setzen. Wenn Ihr einzelne Gegenstände fotografieren wollt, versucht, sie von störender Umgebung freizustellen. Wichtig ist dabei die Ausleuchtung. Achtet auf gutes Licht, wenn Details erkennbar sein sollen. Wenn Ihr alten Dingen die entsprechende angestaubte Atmosphäre verleihen wollt, kann spärliches Seitenlicht gut wirken, aber auch diffuses Licht wie es etwa durch eine Gardine fällt. Ähnliche Effekte lassen sich durch sogenannte Weichzeichnerfilter ("Softener") erzeugen, entweder als Vorsatzfilter vor dem Kameraobjektiv oder als nachträglicher Filtereffekt in einem Bildbearbeitungsprogramm.
Bilder für unser Thema "Mutters Kitsch - Vaters Ramsch" kann man in aller Ruhe machen und immer auch wiederholen. Sprecht mit Euren Eltern und Freunden über die ersten Versuche, lasst Euch Tipps geben und wählt gemeinsam die besten Aufnahmen aus. Es lohnt sich! Alle Aufnahmen Jugendlicher erhalten bei "Blende" die zweite Chance auf Bundesebene mit tollen Preisen in der Endausscheidung, zudem mit Sonderpreisen und noch mehr Preisen bei einer Verlosung für Jugendliche. Alle Nachwuchsteilnehmer bekommen außerdem den begehrten, exklusiven "Blende"-Kalender. Es lohnt sich also, auf Entdeckungsreise zu gehen und uns mit Euren Bildern daran teilhaben zu lassen.

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