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Kein Frühling im Februar : So lange treibt sich der Frost in Schleswig-Holstein rum

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Aus der Onlineredaktion

Es ist kein Traumwinter, der derzeit hereinschneit. Aber immerhin bringt er eine einigermaßen verlässliche Kälte.

Kiel | Mit zentimeterdickem Schnee hat sich der Winter in der Nacht zum Sonntag noch einmal zurückgemeldet – jedenfalls im nördlichen Landesteil. Ein kräftiges Hochruckgebiet im Norden sorgt derzeit für östliche Strömung, die die Kälte ins Land bringt. Meteorologin Alina Voß von der Kieler Wetterwelt rechnet damit, dass der Montag der wärmste Tag in dieser Woche bleiben wird – und es kommen mindestens bis Anfang nächster Woche eine Reihe frostiger Tage auf die Schleswig-Holsteiner zu.

Der gefallende Schnee könnte zum Teil noch liegenbleiben und auf Höfen sowie Rad- und Gehwegen zu einer rutschigen Eismasse gefrieren. Auch die Autofahrer sollten ein paar Minuten mehr für ihren Weg einplanen, denn ganz so stark wird das Thermometer nicht nach unten ausschlagen. Voß rechnet mit Nachtfrost und tagsüber auch mal mit leichtem Tauwetter: Eine Mischung, die für gefährliche sporadische Straßenglätte steht.

Da der Ostwind bei seinem Weg über der Ostsee Feuchtigkeit einsammelt, könnte es an der Ostseeküste und bis zur Schlei auch zu leichtem Pulverschnee kommen, prognostiziert Alina Voß. Dieser Hauch dürfte allerdings kaum sichtbar sein und nicht für ambitionierte Iglobauten oder Rodelfreude genügen. Freunde des blauen Winterhimmels bleiben auch im Februar unterversorgt. Es bleibt meist bewölkt und die Sonnenstunden werden sich laut Voß in Grenzen halten.

Wenigstens sieben Tage lang dürfte sich der Frost einnisten. Genug, um auf einigen Teichen oder Überschwemmungen zusammenhängende Eisflächen zu bilden, aber wohl zu wenig, um sie eines Tages tragend zu machen. Auf die Frage, wann milder Frühlingswind die bereits heimlich herauslukenden Schneeglöcken in ihrem Wachstum unterstützt, verweist Voß auf die Glaskugel. Im Februar, sagt sie, jedenfalls nicht. Ab Mitte nächster Woche besteht aber die Chance, dass es den Frühlingsboten wieder etwas besser geht.

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erstellt am 06.Feb.2017 | 14:04 Uhr

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