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Kubicki und Buchholz : Zwei FDP-Alphatiere auf dem Weg in den Bundestag

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der eine Vollblutpolitiker, der andere Ex-Medienmanager: Die beiden Bundestagskandidaten Kubicki und Buchholz suchen Volksnähe, etwa in der Pinneberger Fußgängerzone.

Gewohnt sind sie etwas anderes. Wenn der FDP-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Wolfgang Kubicki, in der Pinneberger Fußgängerzone mit einem Ehepaar eine knappe halbe Stunde über deren Grundsicherung spricht, ist das etwas anderes, als die TV-Talkshow, in der der FDP-Fraktionschef sonst in der gleichen Zeit Millionen Menschen erreicht. Mit Parteifreund Bernd Buchholz, der auf Platz 2 kandidiert, ist das Alphatier ganz unten – an der Basis auf Wählerfang. Der direkte Kontakt mit den Menschen sei durch nichts zu ersetzen, sagt Buchholz, den hier kaum einer kennt. Vor einem Jahr, als er noch Chef des Weltkonzerns Gruner und Jahr war, war das anders. Nun hat er mit einer Millionenabfindung versehen eine neue Herausforderung. „Auf Marktplätzen zu stehen, macht mir sogar Spaß. Die Leute wollen was hören, wenn sie uns sehen.“

Das stimmt, vor allem bei Kubicki. „Ich will seine Argumente hören, auch wenn ich ihn nicht wähle“, sagt ein pensionierter Lehrer aus Pinneberg. Und eine Frau, die zufällig vorbei kommt und zum Schluss Kubicki applaudiert, meint: „Das was er sagt, ist ja nicht falsch.“ Das ist mehr als andere Kandidaten bei Wahlkampfauftritten von Leuten an Zuspruch bekommen, die sie nicht wählen wollen. „Das Team ist mir nicht gut genug“, sagt die Pinnebergerin.

Dazu gehört auch Buchholz. Aber der Ex-Manager weiß, wo er steht. „Kubicki wird erkannt, er ist die Nummer eins.“ Der begeistert manchen mit Sätzen wie: „In meiner bescheidenen Art glaube ich, dass ich mich in Berlin für Verkehrsprojekte in Schleswig-Holstein gut einsetzen kann.“

An Selbstbewusstsein mangelt es den Kandidaten nicht. „Wir haben keinen Zweifel, dass wir reinkommen“, sagt Daueroptimist Buchholz. Man will es ihm glauben, dass der Mann, der einmal ganz vorne stand, Teil eines Teams sein kann, auch wenn dort Spieler sind, die vielleicht weniger stark oder eloquent sind als er – etwa im Bundestag. Eines wird jedenfalls in Pinneberg klar. Kubicki und Buchholz werden nicht dorthin fahren, um ihre Zeit auf Hinterbänken abzusitzen. Denn gewohnt sind sie etwas anderes.

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erstellt am 29.Aug.2013 | 03:29 Uhr

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