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Frei am Reformationstag : Zusätzlicher Feiertag bringt mehr Urlauber an die Küsten

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Die Touristiker an Nord- und Ostsee profitieren vom Reformationstag. Es gibt einen Gästeschub.

shz.de von
erstellt am 25.Okt.2017 | 11:35 Uhr

Der in diesem Jahr bundesweit arbeitsfreie Reformationstag beschert vielen Urlaubsorten in Schleswig-Holstein einen zusätzlichen Gästeschub. Nach Angaben der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TASH) liegt die Auslastung derzeit bei etwa 70 Prozent. „Wenn man bedenkt, dass die Urlaubsorte zwei Drittel ihres Geschäfts in den Sommermonaten machen, ist das ein guter Wert“, sagte TASH-Sprecher Marc Euler am Dienstag. Wegen der Herbstferien in Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern könne er allerdings nicht sagen, wie viele Gäste den Reformationstag für einen Kurzurlaub nutzen, sagte er.

Genau weiß das dagegen die Marketingleiterin des Tourismus-Service Grömitz, Janina Kononov. „Auch wir sind durch die Herbstferien schon gut ausgelastet. Doch zusätzlich verzeichnen wir einen spürbaren Anstieg der Buchungen für das verlängerte Wochenende“, sagte sie. Vom Mittwoch an bis zum 1. November gibt es in Grömitz im Kreis Ostholstein und den benachbarten Ostseebädern Dahme und Kellenhusen eine Lichterwoche mit Illuminationen, Feuershows und Fackelwanderungen, um den Herbst zu verabschieden und den Winter zu begrüßen.

In der Zimmervermittlung in Travemünde stehe das Telefon nicht still, sagte auch die Sprecherin der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH, Doris Schütz. „Es kommen auffällig viele Paare und Gäste mit Hund“, sagte Schütz. Da in vielen süddeutschen Bundesländern auch der 1. November (Allerheiligen) frei sei, buchten manche Gäste gleich für die ganze Woche, sagte sie. „Auch Sylt ist gut gebucht“, sagte Jutta Vielberg vom Sylt Marketing.

Auf der Nordseeinsel freue man sich über den Brückentag: „Besonders, wenn er wie dieses Jahr gleich an die Herbstferien anschließt“, sagte die Tourismus-Expertin. Auch im Nordseebad Sankt Peter-Ording zeigt das trübe Herbstwetter keine Auswirkungen auf die Laune der Touristiker. Zwar kämen Spontan-Urlauber meist, wenn das Wetter gut ist, sagte Constanze Höfinghoff von der Tourismus-Zentrale. „Der Ort ist aber insgesamt gut gebucht.“ 

Wegen des 500. Jubiläums des Beginns der Reformation ist der 31. Oktober in diesem Jahr ausnahmsweise bundesweit ein gesetzlicher Feiertag.

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