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Marner Prinzenpaar : "Zum Karnevalisten wird man nicht geboren"

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Am Mittwoch bei der Kanzlerin, danach beim größten Rosenmontagsumzug Schleswig-Holsteins: Das Marner Prinzenpaar .

Marne | Im normalen Leben sind sie Partyservice-Mitarbeiterin und kaufmännischer Angestellter, in der "fünften Jahreszeit" aber auch das Prinzenpaar der Marner Karnevals-Gesellschaft (MGK): Marina und Sönke Schlömer aus Westermenghusen. Unser Redaktionsmitglied Jens Neumann sprach mit Prinzessin Marina I. und Prinz Sönke I. über ihre Aufgaben und Pflichten - und natürlich den Marner Karneval.

Frau Schlömer, als Kind träumt man doch davon, dass einem das Volk "zu Füßen liegt"; Wie war das bei Ihnen?

Marina Schlömer: Ich glaube, eine Prinzessin zu sein, davon träumen alle kleinen Mädchen. Aber es ist natürlich etwas ganz anderes, für eine Session Karnevalsprinzessin zu sein…

Jetzt sind Sie mit Ihrem Mann für ein Jahr das Prinzenpaar in der Hochburg des schleswig-holsteinischen Karnevals. Was hat sich seit der Proklamation im November 2008 für Sie verändert?

Marina Schlömer: Man wird viel mit dem Titel Prinzessin angesprochen - mein Mann natürlich mit Prinz.

Hat die Ernennung Sie überrascht?

Sönke Schlömer: Nein, das war mit Präsident Heiko Claußen abgesprochen - wir haben uns sehr darüber gefreut.

Welche Aufgaben, welche Pflichten gehören dazu?

Sönke Schlömer: Wir repräsentieren die MKG und nehmen an den Veranstaltungen teil. Nicht nur hier in Marne, sondern auch bei befreundeten Karnevalsvereinen in Büsum oder Rendsburg. Etwas ganz Besonderes wird natürlich der Jahresempfang mit Angela Merkel im Bundeskanzleramt am 18. Februar sein, an dem wir mit dem Präsidenten der Marner Karnevalsgesellschaft und dem Präsidenten des Norddeutschen Karnevalsverbandes teilnehmen. Das ist ein echtes Highlight. Aus jedem Bundesland ist ein Prinzenpaar dabei.

Das kostet sehr viel Zeit. Ist das dann nicht ganz schön stressig?

Sönke Schlömer: Natürlich nimmt das viel Zeit in Anspruch. Aber das weiß man ja vorher und stellt sich darauf ein.

Marina Schlömer: Bisher hat uns das alles sehr viel Spaß gemacht. Ich glaube, das wird auch weiter so sein.

Und es lässt sich die rege Karnevalsaktivität Familie und Beruf vereinbaren?

Marina Schlömer: Aber sicher. In dieser Hinsicht sind wir Organisationstalente.

Ohne Spaß und Humor geht es in Ihrem Amt nicht. Muss man zum Karnevalisten geboren sein?

Sönke Schlömer: Spaß und Humor gehören auf jeden Fall dazu. Zum Karnevalisten wird man aber nicht geboren, sondern gemacht. Trotzdem liegt der Karneval in unserer Familie ein bisschen im Blut. Mein verstorbener Onkel Uwe Schlömer war MKG-Präsident, meine Schwester Ulrike leitet die Tanzgruppen - und ihr Mann ist heute unser Präsident.

Wie sind Sie zur MKG gekommen?

Marina Schlömer: Durch unsere Tochter Mareike. Sie tanzt seit 1999 in der Garde.

Was macht der Marner Karneval in Ihrem Leben aus?

Sönke Schlömer: Die Karnevalszeit in Marne ist einfach eine schöne Zeit. Wir nehmen an vielen Aktivitäten teil. Das war auch schon in den vergangenen Jahren so, als wir noch nicht das Prinzenpaar waren.

Können Norddeutsche so gut feiern wie Rheinländer?

Marina Schlömer: Was für eine Frage: Natürlich besser!

Worauf freut sich das Prinzenpaar in der närrischen Zeit am meisten?

Sönke Schlömer: Selbstverständlich auf die Prunksitzungen und den Rosenmontagsumzug hier bei uns in Marne.

Dann kann man Ihnen nur eines wünschen: Marn hol fast!

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erstellt am 15.Feb.2009 | 04:16 Uhr

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