Forderung des Naturschutzbundes : Zigaretten am Strand: Tourismusbranche gegen ein Verbot

Zigarettenstummel, die Urlauber oder Spaziergänger hinterlassen, sehen Umweltschützer als ein Problem.

shz.de von
11. Juli 2019, 17:10 Uhr

Büsum/St. Peter-Ording | Ein Rauchverbot an den Stränden, wie es jüngst der Naturschutzbund in Schleswig-Holstein gefordert hat, ist aus Sicht der Tourismusbranche keine sinnvolle Lösung. „Schleswig-Holstein verfügt über mehr als 1300 Kilometer Küstenlinie. Diese zu kontrollieren, wäre ein schwieriges Unterfangen“, sagte Manuela Schütze von der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein TASH.

Weiterlesen: Rauchverbot am Strand: So ist die Gesetzeslage auf Sylt

St. Peter-Ordings Tourismusdirektorin Constanze Höfinghoff ist ebenfalls überzeugt, dass ein Rauchverbot am Strand schlichtweg nicht durchsetzbar sei. „Der Tabak-Boom der vorigen Jahrzehnte ist vorbei, und die Jugend wendet sich zunehmend vom Rauchen ab“, sagte Büsums Tourismus-Chef Olaf Raffel. „Diesen Trend nehmen wir auch bei Gästen wahr. Der Großteil unserer rauchenden Gäste geht verantwortungsbewusst mit dem Thema um und die Kippen landen im Strandaschenbecher in den Mülleimern.“ „Schließlich kommen ganz viele mit ihren Familien und Kindern an den Strand“, ergänzte TASH-Sprecherin Manuela Schütze. „Strandaschenbecher sind bei Tourist-Informationen und oftmals auch bei Strandkorbvermietern kostenlos zu bekommen.“

Weiterlesen: Zigarettenkippen am Strand – der Tod für das Meer

Weggeworfene Zigarettenkippen gehören laut WWF zu den weltweit häufigsten Abfallprodukten. Die darin enthaltenen Gifte können bis zu 40 Liter Grundwasser verseuchen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen