Zuwanderungsbericht : Zahl der Flüchtlinge im Norden sinkt weiter

Laut Zuwanderungsbericht des Innenministeriums trafen im Mai 416 Schutzsuchende im Norden ein.

Laut Zuwanderungsbericht des Innenministeriums trafen im Mai 416 Schutzsuchende im Norden ein. In Boostedt sind 67 Prozent der Kapazitäten ausgeschöpft.

Derzeit sind die Landesunterkünfte in Schleswig-Holstein im Durchschnitt zu 50 Prozent ausgelastet.

shz.de von
25. Juni 2018, 13:36 Uhr

Kiel | Gut 1950 Flüchtlinge sind bis Ende Mai nach Schleswig-Holstein gekommen und damit fast 260 weniger als in den ersten fünf Monaten des Vorjahres. Wie aus dem jüngsten Zuwanderungsbericht des Innenministeriums weiter hervorgeht, trafen im Mai 416 Schutzsuchende ein, nach 372 im gleichen Monat des Vorjahres. Fast jeder zweite Neuankömmling in diesem Jahr stammt aus Afghanistan, dem Irak, Syrien, Jemen, dem Iran oder der Türkei. Der Anteil der Menschen aus den als sicher geltenden Westbalkan-Ländern liegt knapp unter drei Prozent.

Die drei Landesunterkünfte im Land sind derzeit im Durchschnitt zu 50 Prozent ausgelastet. In Neumünster sind 71 Prozent der Kapazität ausgeschöpft, in Boostedt 67 Prozent und in Rendsburg sechs Prozent.

Insgesamt 88 Menschen wurden von Januar bis Ende Mai in ihre Herkunftsländer abgeschoben oder in Drittländer, die zur Aufnahme verpflichtet sind. Im gesamten Jahr 2017 waren es 338. Freiwillige Ausreisen gab es in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 273, nach 1629 im Gesamtjahr 2017.

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