Häufigste Suchbegriffe bei Google 2017 : Wonach Hamburger und Schleswiger-Holsteiner am meisten suchten

Platz 1 im Google-Ranking: „G20 Hamburg“ war 2017 der meistgesuchte Begriff in Hamburg.
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Platz 1 im Google-Ranking: „G20 Hamburg“ war 2017 der meistgesuchte Begriff in Hamburg.

Unter den Top-Suchbegriffen sind viele, die mit Politik zu tun haben. Auch Kultur kommt häufig vor.

shz.de von
13. Dezember 2017, 13:14 Uhr

Hamburg/Kiel | Politikverdrossenheit hin oder her – bei den Menschen im Norden war Politik nachweislich ein Topthema. Laut der Google-Rangliste der größten Aufsteiger bei Suchbegriffen 2017 landete im nördlichsten Bundesland „Wahl Schleswig-Holstein“ auf Platz eins, in Hamburg fragten die User am häufigsten nach „G20 Hamburg“. Auch deutschlandweit lag mit „Bundestagswahl“ ein politischer Begriff ganz vorn.

Seit 17 Jahren wertet der Suchmaschinenriese Anfragen aus, veröffentlicht  dann allerdings nicht jene Begriffe mit den absolut höchsten Werten, sondern jene mit dem größten Anstieg des Interesses im Vergleich zum Vorjahr. Ansonsten, so erläutert Google-Deutschland-Pressesprecher Kay Oberbeck, lägen Suchen nach dem Wetter oder dem TV-Programm permanent vorn. Exakte Zahlen, wie oft ein Wort, ein Name oder eine Frage gegoogelt wurde, nennt das Unternehmen nicht. Der US-Anbieter ist mit einem geschätzten Marktanteil von rund 90 Prozent hierzulande die mit Abstand meist genutzte Suchmaschine. Die Deutschland-Zentrale liegt in der Hamburger Innenstadt. In der Hansestadt beschäftigt der Konzern laut Oberbeck zwischen 400 und 500 Mitarbeitern.

Auf Platz zwei der Suchwort-Hitliste liegt in Schleswig-Holstein „Wahlomat“, mit dem Bürger für die Landtagswahl im Mai sowie die Bundestagswahl im September ihre politischen Präferenzen ermitteln konnten. Auf Platz neun schaffte es „Jamaika-Koalition“, das Bündnis, das im Land nach der Wahl gebildet wurde, im Bund später scheiterte. 

Die Platzierungen der Google-Aufsteiger 2017 für Schleswig-Holstein:

  1. „Wahl Schleswig-Holstein“
  2. „Wahlomat“
  3. „Schleswig Holstein Ticket“
  4. „Schleswig Holstein Musikfestival“
  5. „Wikingertage Schleswig“
  6. „Grundeinkommen“
  7. „Schulausfall“
  8. „Sturm“
  9. „Jamaika-Koalition“
  10. „Stallpflicht“

Hinter dem Hamburg-Aufsteiger „G20“ folgte in der Metropole „RollingStones“; die Rockveteranen hatten im September ein Konzert im Stadtpark gegeben. Überraschend rangieren „Krawalle“ (13.), „Elbphilharmonie“ (17.) und „Rote Flora“ (20.) nur unter ferner liefen. 

Die Hamburger Top-Ten:

  1. „G20“
  2. „RollingStones“
  3. „Hafengeburtstag“
  4. „Ironman“
  5. „Twitter Polizei“
  6. „Freiburg-Hamburg“
  7. „Helene Fischer“
  8. „Night Of The Proms“
  9. „Cruise Day“
  10. „Tanz der Vampire“

Bundesweit erfasst Google die besonders gefragten Suchbegriffe in insgesamt sieben Kategorien. Auch in diesen Ergebnissen spiegelt sich ein beträchtliches Interesse an politischen Vorgängen und Personen. Die Sieger:

„Bundestagswahl“ (Schlagzeilen) „WM Auslosung“ (Suchbegriffe), „Trump“ (Persönlichkeiten), „Chester Bennington“ (Abschiede), „Was ist G20 Gipfel“ (Was-Fragen), „Wo hat Manuel Neuer geheiratet“ (Wo-Fragen) sowie „Warum gegen G20“ (Warum-Fragen).

In den Listen findet sich auch manch Kurioses und Rätselhaftes. „Was besteht aus Spiegel und Fahne“ war die am zweit häufigsten gestellte Was-Frage. Auch der Hintergrund von „Wo liegt Lotte“ (Wo-Fragen, Platz 8) wird sich für viele nicht erschleißen. 

Der global am meisten gegoogelte Begriff war 2017 „Hurrican Irma“, gefolgt von „Bitcoin“ und „Las Vegas Shooting“.

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