Wohnraum gesucht für Ayslbewerber

Lübeck plant weitere Unterkünfte für Flüchtlinge in zwei Stadtteilen

shz.de von
08. Mai 2013, 03:59 Uhr

Lübeck | Die Hansestadt Lübeck hat weitere Vorbereitungen getroffen, um dem weiterhin starken Anstieg von Asylsuchenden zu begegnen. Dabei verfolgt die Stadtverwaltung das Ziel, die Flüchtlinge in möglichst kleinen Einheiten dezentral unterzubringen.

Beabsichtigt ist, ab Juni dieses Jahres an zwei weiteren Standorten Wohnraum für Asylsuchende zu schaffen. Zum einen handelt es sich um ein Gebäude in Stadtteil St. Lorenz Süd mit etwa 40 Plätzen, das ein privater Vermieter zur Verfügung stellt. Ende Mai wird die Verwaltung zu einem "Runden Tisch" im Stadtteil einladen, um weitere Informationen an die Akteure vor Ort zu geben.

Bei der anderen Unterbringungsmöglichkeit handelt es sich um einen kleinen Wohnblock der städtischen Wohnungsbaugesellschaft "Trave" mbH im Stadtteil St. Gertrud, der maximal 20 Plätze bietet.

Insgesamt verfügt die Hansestadt Lübeck dann über rund 200 Plätze für die gemeinschaftliche Unterbringung der Asylsuchenden an fünf Standorten, verteilt über das Stadtgebiet. Betreut werden die Schutz suchenden Menschen von Mitarbeitern der Gemeindediakonie Lübeck.

Das zunächst ins Auge gefasste Jochen-Klepper-Haus in St. Lorenz Süd, in dem 60 bis 80 Flüchtlinge aufgenommen werden sollten, habe sich als ungeeignet erwiesen, so der Sprecher der Lübecker Stadtverwaltung, Marc Langentepe. Die erforderlichen Kosten für den Umbau des früheren Pflegeheimes, das die Vorwerker Diakonie der Stadt zur Zwischennutzung angeboten hatte, wären für die mögliche Nutzungsdauer von einem Jahr zu hoch gewesen. Sozialsenator Sven Schindler dankte der Vorwerker Diakonie ausdrücklich für die angebotene Unterstützung. Weiterhin sei die Hansestadt Lübeck auch auf das Engagement der Wohnungswirtschaft und privater Vermieter angewiesen, um entsprechende Kapazitäten für Asylsuchende vorzuhalten. Oberstes Ziel sei es, diese Menschen zeitnah mit eigenem Wohnraum zu versorgen.

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