Brunsbüttel : Wohncontainer in Flammen: Mann stirbt

Die Löscharbeiten der Feuerwehr gestalteten sich aufgrund der Lage der Container schwierig.

shz.de von
13. Januar 2018, 16:23 Uhr

Brunsbüttel | Das Feuer war am Freitagabend gegen 22.40 Uhr aus zunächst unbekannter Ursache auf einer schwimmenden Plattform in der Brunsbütteler Schleuse ausgebrochen, wie ein Polizeisprecher am Sonnabend mitteilte. Drei Baustellenwohncontainer seien komplett von den Flammen zerstört worden. Ein Mann galt bisher als vermisst. Beamten der Kriminalpolizei Heide entdeckten am Sonnabendmittag im Wohncontainer die verbrannte Leiche des 47-jährigen Mannes aus dem Raum Cuxhaven.

Auf der Plattform befanden sich drei Container, die als Unterkünfte für Arbeiter dienten. Am Freitagabend hatte ein 47-jähriger Arbeiter Besuch von seiner gleichaltrigen Freundin bekommen. Nach ersten Ermittlungen kam es nach einigem Alkoholgenuss zu einem Streit, in dessen Verlauf die Frau den Wohncontainer verließ und in einen Aufenthaltscontainer wechselte.

Nach kurzer Zeit nahm sie intensiven Brandgeruch wahr. Daraufhin ging sie zum Wohncontainer zurück, um ihren Freund zu alarmieren. Die Tür des Containers war jedoch verschlossen und der 47-Jährige öffnete, laut Polizeiangaben, trotz Klopfens nicht.

Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig. Für die Brunsbütteler Feuerwehr war die Brandstelle schwer zu erreichen, da diese sich mittig auf der Schleuseninsel zwischen den Schleusenkammern befand.

Feuer Brunsbüttel
Karsten Schröder

Bis in die frühen Morgenstunden war die Brunsbütteler Feuerwehr im Einsatz.

 

Um alle Rettungskräfte schnellstmöglich zum Brandherd zu bringen, forderten die Einsatzkräfte die kleine Autofähre aus Ostermoor an. Da die großen 100-Tonnen-Fähren nicht an der Schleuseninsel anlegen können. Dadurch verstrich wertvolle Zeit, so das die ersten Feuerwehrleute von der Südseite aus über Zäune zum Brandherd kletterten.

Schwierig war auch die Wasserversorgung. Auf der Baustelle sind noch keine Löschwasserhydranten verfügbar, sodass dieses mit Pumpen aus dem Nord-Ostsee-Kanal abgepumpt wurde.

Während des Einsatzes blieb die Schleuse für den Schiffsverkehr gesperrt. Die Brunsbütteler Feuerwehr war bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz.

Der Sachschaden beläuft sich auf mehr als 10.000 Euro. Die Brandursache ist zurzeit noch unklar. Die Kriminalpolizei Heide hat die Ermittlungen aufgenommen.

Blaulichtmonitor

Was ist der Blaulichtmonitor?

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert