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Nord-Süd-Gefälle : Wo in SH die Wirtschaft brummt

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Im bundesweiten Ranking: hängt der Süden den Norden ab. Auch in Schleswig-Holstein ist das zu beobachten: Pinneberg ist der beste Wirtschaftsstandort im Land, Flensburg der schwächste.

Der Export boomt, die Beschäftigungszahlen sind in Deutschland auf einem Rekordhoch – mit anderen Worten: Das Land steht wirtschaftlich gut da. Doch nicht überall in der Bundesrepublik kommen diese Erfolge auch gleichermaßen an. Das geht aus einem aktuellen Ranking des Wirtschaftsmagazins Focus Money hervor, das die Kreise und Städte auf ihre Wirtschaftskraft hin untersucht hat. Die Spitzenreiter kommen ausnahmslos aus dem süddeutschen Raum, während sich der Norden mit den mittleren und hinteren Plätzen zufrieden geben muss.

Im bundesweiten Vergleich am besten konnte Pinneberg (Platz 81) abschneiden. Ähnlich wie Segeberg (Platz 158) und Stormarn (Platz 161) profitiert der Kreis von der direkten Nähe zu Hamburg. Die Hansestadt selbst schafft es auf den
91. Rang – und ist damit immerhin der stärkste Stadtstaat. Das Nachsehen im Norden haben hingegen Neumünster (Platz 294) und die Landeshauptstadt Kiel (Platz 308). Am schlechtesten schneidet hingegen Flensburg (Platz 342) ab. Nur sieben Kreise und kreisfreie Städte sind nach Einschätzung der Focus-Money-Experten in Westdeutschland wirtschaftlich noch schlechter aufgestellt als die Fördestadt.

Focus Money hat die Wirtschaftskraft der Regionen anhand von sieben Faktoren berechnet – der Arbeitslosenquote, der Bruttowertschöpfung, dem verfügbaren Einkommen pro Kopf, der Bevölkerungsentwicklung, der Veränderung der Zahl der Erwerbstätigen, der Investitionen der Betriebe sowie der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts. Genutzt wurden für die Auswertung Angaben der Bundesagentur für Arbeit sowie der jeweiligen statistischen Landesämter.

Bundesweiter Spitzenreiter der zum elften Mal durchgeführten Erhebung ist demnach Ingolstadt, Heimat und wichtigster Produktionsstandort des Autokonzerns Audi. Auf Platz zwei folgt Heilbronn, auf Platz drei München.

Wie stark der Süden insgesamt ist, zeigt sich auch an Folgendem: Allein die ersten 33 Plätze des Rankings machen Baden-Württemberg und Bayern komplett unter sich aus. Das Schlusslicht bilden gleich drei Kreise aus Mecklenburg-Vorpommern: die Mecklenburgische Seenplatte, Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald.

Insgesamt hat Focus Money in seinem Ranking 388 der 402 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland unter die Lupe genommen. Für 14 Regionen und Gemeinden lagen nach Angaben des Magazins zum Zeitpunkt der Datenabfrage jedoch nicht für alle Kategorien Angaben vor.

 

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erstellt am 02.Jan.2014 | 19:05 Uhr

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