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Interaktive Karte : Wo das Einkommen in SH am höchsten ist

vom

Über 43 Milliarden Euro verdienen die Schleswig-Holsteiner. Doch das Einkommen ist ungleich verteilt. shz.de zeigt eine interaktive Karte.

shz.de von
erstellt am 09.Feb.2015 | 12:25 Uhr

Kiel | Die Einkommensunterschiede zwischen Schleswig-Holsteins Kreisen sind zum Teil erheblich. Das geht aus Daten des Statistischen Landesamtes in Kiel hervor. Während Steuerpflichtige im Kreis Stormarn im Jahr 2010 im Schnitt Jahreseinkünfte von mehr als 39.000 Euro geltend machten, waren es in Neumünster gerade einmal 26.196 Euro.

 

1.344.021 Steuerpflichtige wurden für die jetzt vorliegende Statistik erfasst. Ihr Gesamteinkommen im Jahr der Auswertung: 43,34 Milliarden Euro. Die Schere zwischen den Einkommen klafft allerdings auch in Schleswig-Holstein weit auseinander: 515 der Steuerpflichtigen hatten ein Jahreseinkommen von mindestens einer Million Euro, damit gelten sie als „Einkommensmillionäre“. Davon kann der Normalverdiener nur träumen. Die Hälfte der Menschen hatte nämlich ein Jahreseinkommen von höchstes 23.178 Euro. Damit lagen sie weit unter dem Landesdurchschnitt von 32.248 Euro. Der gegenüber Extremwerten robustere Median (Mittelwert für Verteilungen) zeigt, dass die Hälfte aller Steuerpflichtigen ein Einkommen von höchstens 23.178 Euro aufwies.

Noch stärker als auf Kreisebene sind die Unterschiede bei den Gemeinden: 17.420 Euro kamen im Schnitt für das gerade einmal 49 Einwohner zählende Kolkerheide im Kreis Nordfriesland zusammen. 140.932 Euro waren es hingegen je Steuerpflichtigem im 278 Einwohner zählenden Bröthen im Herzogtum Lauenburg.

Die Erhebung der Statistischen Landesamtes wird alle drei Jahre angefertigt. Es spricht aber nichts dafür, dass sich an den Rangfolgen der Kreise und Kommunen innerhalb der Kreise etwas Grundlegendes geändert hat. „Wir haben diese Daten bislang nur alle drei Jahre ermitteln dürfen. Demnächst soll das jährlich geschehen“, sagte Margarete Haberhauer vom Statistischen Amt. Im Vergleich zu 2007 ist das durchschnittliche Einkommen der Steuerpflichtigen um 3,7 Prozent – oder 585 Euro gestiegen. Die Anzahl der Einkommensmillionäre ging dagegen um 26 zurück.

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