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Bilanz 2014 : Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein: 147 neue Unternehmen

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Weniger neue Unternehmen, aber mehr neue Arbeitsplätze: Das ist die Bilanz von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer.

shz.de von
erstellt am 27.Feb.2015 | 15:49 Uhr

Kiel | Im vergangenen Jahr haben sich 147 Unternehmen für den Aufbau eines Standortes in Schleswig-Holstein entscheiden. Das waren zwar zehn weniger als im Vorjahr. Dafür sorgten diese Firmen mit 1728 Arbeitsplätzen für eine Steigerung des Ergebnisses aus 2013 um 100 Stellen, wie aus der am Freitag vorgestellten Ansiedlungsbilanz der Wirtschaftsförderung hervorgeht. „Das Jahr 2014 war ein stabiles Ansiedlungsjahr“, sagte Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD).

Nach Meyers Angaben gab es einen deutlichen Schwerpunkt der Neuansiedlungen im Dienstleistungssektor. 70 Prozent der Firmen stammten aus diesem Bereich (2013: 66 Prozent). Jedes fünfte Unternehmen, das sich für einen Standort in Schleswig-Holstein entschied, stammt aus dem Handel (2013: 23 Prozent). Aus dem produzierenden Gewerbe war dagegen nur jedes zehnte Unternehmen (2013: 11 Prozent). „Ich würde mir noch mehr Ansiedlungen aus dem Bereich des verarbeitenden Gewerbes wünschen“, sagte Meyer.

Positiv verlief dagegen die Entwicklung bei den Ansiedlungen aus dem Ausland. 2014 entschieden sich 19 ausländische Unternehmen (2013: 13) für den Norden. Sie sorgten für rund 400 Arbeitsplätze im Land. Den größten Anteil hatte China (12 Unternehmen) vor Dänemark (5).

„Bereits in den vergangenen Jahren hat das Interesse ausländischer Unternehmen an Schleswig-Holstein kontinuierlich zugenommen“, sagte der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH), Bernd Bösche. Er sei sicher, dass sich der positive Trend in diesem Jahr fortsetzen werde. Einige Fälle seien bereits angeschoben. Bei den Arbeitsplätzen sei dies das zweitbeste Ergebnis der vergangenen zehn Jahre gewesen.

Positive Nachrichten gab es 2014 auch vom Tourismus. Neun Firmen wurden für den Norden gewonnen. Dadurch entstanden insgesamt 411 Arbeitsplätze. „Schleswig-Holstein hat sich als idealer Standort für Hotelinvestitionen profiliert, die vor allem auf Qualität setzen“, sagte Meyer.

Ebenfalls nach oben zeigte 2014 die Entwicklung bei den Neugründungen. Insgesamt gab es 40 Unternehmensgründungen oder Gründungen von Tochtergesellschaften bereits im Land ansässiger Firmen. 2013 waren es 29.

Probleme bereiten den Wirtschaftsförderern dagegen immer noch gelegentliche Abwerbeversuche aus dem Nachbarland. „Förderangebote aus Mecklenburg-Vorpommern können wir nicht toppen, weil wir nicht die Fördermöglichkeiten haben“, sagte Meyer. „Das kommt immer mal wieder vor.“ Betroffen sei insbesondere der Bereich kapitalintensiver Investitionen.

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