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Editorial : Wer zögert, gefährdet das eigene Wachstum

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ministerpräsident Torsten Albig über den Wettbewerb und Familienfreundlichkeit

shz.de von
erstellt am 18.Jun.2015 | 17:19 Uhr

Wie decken wir in Schleswig-Holstein künftig unseren Fachkräftebedarf? Wie schaffen wir es, dass Betriebe auf Nachwuchssuche auch weiterhin qualifizierte junge Menschen finden? Wir wissen, dass in Zukunft deutlich weniger Personen im erwerbsfähigen Alter für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen werden. Schleswig-Holsteinische Unternehmen müssen sich, selbst bei guter Auftragslage, rechtzeitig auf diese Entwicklung einstellen. Wer zögert, gefährdet das eigene Wachstum.

Auch die Landesregierung ist hier gefordert. Deshalb haben wir 2012 zusammen mit Wirtschaftsverbänden, Kammern, Gewerkschaften, Hochschulen, Arbeitsverwaltung und den Kommunen die Fachkräfteinitiative „Zukunft im Norden“ ins Leben gerufen. Wir wollen effektiv gegensteuern: Gemeinsam mit 47 Institutionen sind bislang mehr als 130 Maßnahmen erarbeitet worden. Innerhalb der kommenden Jahre soll „Zu-kunft im Norden“ zu spürbaren Veränderungen auf dem Fachkräftemarkt führen.

Einer der Schlüssel zum Erfolg ist es, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Angebote zu machen, die das Arbeitsleben familienfreundlich gestalten. Diese Strategie wird in den Betrieben immer wichtiger. Darum freue ich mich, dass der Wettbewerb „Klasse gemacht! Vorbildliche Unternehmen in Schleswig-Holstein“ in diesem Jahr hier den Schwerpunkt setzt.

Beruf und Familie zusammenzubringen, ist wahrlich kein Luxus, den sich nur große Unternehmen leisten. Zwar können Betriebe mit kleinen Belegschaften nicht alle Wünsche erfüllen. Jedes Unternehmen aber hat seine Spielräume. Mit etwas Kreativität finden sich individuelle Lösungen, die zum Unternehmen und zum Beschäftigten passen.

Diese Kreativität steht bei „Klasse gemacht!“ im Mittelpunkt. Deshalb lade ich alle Unternehmen im Land dazu ein, sich an diesem wichtigen Wettbewerb zu beteiligen. Auf Ihre Ideen kommt es an. Seien Sie dabei und zeigen Sie uns, was Sie besonders „klasse gemacht“ haben! Seien Sie Vorbild und Impulsgeber für andere Unternehmerinnen und Unternehmer in Schleswig-Holstein. Ich freue mich sehr darauf, die besten Vorschläge mit auszuwählen und Sie im Herbst persönlich kennenzulernen, wenn die Gewinner in einer Feierstunde prämiert werden.

Den Trägern dieses Wettbewerbs, dem sh:z, der UVNord und dem Osterberg-Institut der Karl Kübel Stiftung, danke ich sehr für diese herausragende Initiative. Mit diesem vorbildlichen gesellschaftlichen Engagement machen Sie nicht nur deutlich, dass Wirtschaft und Politik gemeinsam diese Herausforderung annehmen müssen. Sie schaffen einen handfesten Anreiz und sorgen mit dafür, dass die Unternehmen in unserem Land auch weiterhin gut ausgebildete junge Leute für sich werden gewinnen können.

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