zur Navigation springen

Zahlen der Berufsgenossenschaften : Weniger Arbeitsunfälle in HH und SH

vom

Stolpern, umknicken, hinfallen: Das passiert immer seltener. Arbeiten am Computer und ständige Erreichbarkeit machen heutzutage die Menschen krank.

shz.de von
erstellt am 19.Apr.2014 | 10:50 Uhr

Kiel/Hamburg | Die Anzahl der Arbeits- und Wegeunfälle hat sich in Hamburg und Schleswig-Holstein weiter verringert. Grund dafür ist unter anderem die Veränderung der Tätigkeitsbereiche: "Heute wird mehr im Büro gearbeitet statt handwerklich. Außerdem ist die Unfallprävention und die Sicherheit der Maschinen verbessert worden", sagte Elke Biesel, Sprecherin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Die Unfallzahlen von 2013 liegen dem Spitzenverband noch nicht vor, doch die Zahlen der Vorjahre bestätigen diesen Trend.

Während es 2011 noch 27.483 meldepflichtige Unfälle in Hamburg gab, waren es ein Jahr später 24.599 Unfälle. In Schleswig-Holstein ist die Zahl von 36.056 auf 35.249 gesunken, teilte die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung in ihren Geschäfts-und Rechnungsergebnissen mit. Die Bundesländer belegen damit Platz 13 (Hamburg) und Platz 9 (Schleswig-Holstein).

Die meisten Unfälle passierten durch ausrutschen, stolpern, umknicken oder hinfallen. Das kostete die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung 2012 für Verletzte, Hinterbliebene oder Erkrankte in ganz Deutschland 9,46 Milliarden Euro. Insgesamt gab es im Jahr 2012 deutschlandweit 500 tödliche Arbeitsunfälle.

Der Sprecher der Gesundheitsbehörde Hamburg, Rico Schmidt, sieht Arbeitsunfälle nicht mehr als das herausragende Problem am Arbeitsplatz: "Durch die vermehrt sitzende Tätigkeit sind Haltungsschäden, Rückenschmerzen oder Sehnenscheidenentzündungen häufiger." Aber auch psychische Erkrankungen seien gravierend. "Manche Konzerne haben schon Regelungen eingeführt, dass man nicht mehr außerhalb der Dienstzeiten erreichbar sein muss, aber es erfordert hier eine gesetzliche Festlegung, damit alle Unternehmen mitziehen."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen