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Tarifkonflikt : Warnstreiks an Schulen in SH gehen am Donnerstag weiter

vom

An Schulen und Hochschulen soll wieder gestreikt werden. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert höhere Gehälter.

shz.de von
erstellt am 24.Mär.2015 | 15:19 Uhr

Kiel | Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes gehen an diesem Donnerstag in Schleswig-Holstein die Warnstreiks weiter. Die Gewerkschaft Verdi rief die Beschäftigten aus allen Bereichen dazu auf, die Arbeit für einen Tag niederzulegen. „Es ist uns vollkommen unverständlich, dass die Arbeitgeberseite hartnäckig ein Angebot zur Entgelterhöhung für die Beschäftigten der Länder verweigert und dafür einen Eingriff in das Leistungsrecht der Altersversorgung der Beschäftigten fordert“, sagte Landesbezirksleiterin Karin Hesse am Dienstag.

Die Gewerkschaften fordern eine Erhöhung der Gehälter um 5,5 Prozent, mindestens aber 175 Euro mehr. Landesweite Warnstreiks soll es am Donnerstag auch in Mecklenburg-Vorpommern geben. Zuletzt wurde am vergangenen Montag in Hamburg gestreikt.


Nach Gewerkschaftsangaben wollen sich an den Protesten Beschäftigte aller Ministerien, der Kieler Christian-Albrechts-Universität, des Uniklinikums, der Straßenverwaltung, der Polizei sowie Lehrer und Beschäftigte des Strafvollzugs und der Finanzverwaltung beteiligen.

Am Universitätsklinikum soll der Warnstreik um 5 Uhr beginnen. In Kiel wollen Beschäftigte vom Gewerksckschaftshaus in der Innenstadt mit einem Protestzug vor den Landtag ziehen, wo um 12 Uhr eine Kundgebung geplant ist. Dort wird auch Verdi-Bundesvorstandsmitglied Silvia Bühler erwartet.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat nichtbeamtete Lehrer sowie Angestellte an Hochschulen und beim Studentenwerk aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Statt ein Verhandlungsangebot vorzulegen, blockierten die Länder nur, kritisierte GEW-Landesvorsitzender Matthias Heidn. Die Länder hätten kein Angebot für eine angemessene Gehaltserhöhung gemacht und keinen akzeptablen Vorschlag für einen Tarifvertrag zur Eingruppierung der Lehrer vorgelegt. Die Gewerkschaft werde sich gegen das Vorgehen der Länder mit großem Einsatz wehren.

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