Keine Zustellung tausender Briefe und Pakete : Warnstreik bei der Post in Hamburg und SH

Viele Briefe und Pakete werden am Freitag und Samstag vermutlich nicht ihren Bestimmungsort erreichen.

shz.de von
16. Mai 2015, 08:37 Uhr

Hamburg | Die Postzusteller haben ihren Streik am Samstag auch im Norden fortgesetzt. Bundesweit legten rund 7000 Beschäftigte die Arbeit an Standorten in allen Bundesländern nieder, sagte Verdi-Sprecher Jan Jurczyk am Samstag in Berlin. Der Streik der Zusteller soll bis Dienstag fortgesetzt werden. Vor der fünften Tarifverhandlungsrunde am Mittwoch will Verdi damit seine Position in dem Konflikt untermauern.

Die Briefträger und Paketboten der Deutschen Post hatten bereits am Freitag gestreikt. Nach Angaben von Verdi waren mehrere Brief- und Paketzustellbereiche in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern betroffen. Die Gewerkschaft geht davon aus, dass allein in Hamburg rund 200.000 Briefe und 45.000 Pakete zunächst liegen blieben.

Mit den Warnstreiks will die Gewerkschaft ihre Forderungen nach Arbeitszeitverkürzung für die Brief- und Paketzusteller und 5,5 Prozent mehr Geld für die Postmitarbeiter durchsetzen. Die Post-Mitarbeiter kämpfen für eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeiten von 38,5 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich. In den vergangenen Tagen war es bereits wiederholt zu Warnstreiks bei der Post im Norden gekommen.

In Schleswig-Holstein legten Paketzusteller in Tornesch, Neumünster und Flensburg ihre Arbeit nieder. Dies galt auch für Postboten unter anderem in Neumünster, Heide, Itzehoe, Tellingstedt und Bad Bramstedt. Dadurch sind nach Gewerkschaftseinschätzung etwa 350.000 Briefe sowie 20.000 Pakete liegen geblieben.

In Mecklenburg-Vorpommern streikten Zusteller aus Barth, Ribnitz-Damgarten, Altentreptow, Abtshagen/Wittenhagen, Ueckermünde und Stavenhagen. Dadurch werden zunächst 65.000 Briefe und 5000 Pakete nicht ausgeliefert.

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