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Tourismus in Schleswig-Holstein : Volle Hotels zu Weihnachten und Silvester

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Tourismusbranche jubelt: Zu Weihnachten und Silvester steigt die Nachfrage nach Unterkünften an der Nord- und Ostsee. In Scharbeutz zum Beispiel ist die Stimmung laut eines Touristikers „geradezu euphorisch“.

shz.de von
erstellt am 22.Dez.2013 | 19:09 Uhr

Timmendorfer Strand | Das Tourismusgewerbe im Norden ist derzeit noch mehr als andere in Feierstimmung: Über Weihnachten und vor allem Silvester sind die Unterkünfte an Nord- und Ostsee besser gebucht als je zuvor an einem Jahreswechsel. Das hat eine Umfrage des sh:z in den wichtigsten Urlauberzentren des Landes ergeben. Die seit Jahren steigende Nachfrage zwischen Heiligabend und Neujahr ist im Vergleich zu 2012 abermals vielerorts leicht gewachsen.

„Die Zeit rund um den Jahreswechsel hat sich zu einer zweiten Hauptsaison entwickelt“, sagt der Tourismusdirektor von Timmendorfer Strand, Joachim Nitz. Seit der Jahrtausendwende beobachtet er diese Tendenz: „Das war eine Initialzündung.“ Anlässlich des Millenniumwechsels hätten sich viele Orte mit Veranstaltungen in großem Stil ausprobiert – und so eine neue Tradition begründet. Drei Prozent mehr Übernachtungen als beim letzten Jahreswechsel verzeichnet Nitz in seiner Zimmervermittlung. Eine ähnliche Tendenz vermeldet Juliane König vom Dachverband Ostsee-Holstein-Tourismus für die meisten größeren Badeorte an der Ostsee. „Geradezu euphorisch“ sei die Stimmung etwa in Scharbeutz, Haffkrug und Sierksdorf. Hotels und Pensionen seien vom zweiten Weihnachtstag an zum größten Teil belegt; in Ferienwohnungen nur noch Reste frei. „Die Bemühungen zur Saisonverlängerung tragen Früchte. Die Vermieter schaffen viel mehr Angebote rund um Wellness und Gesundheit.“ Alles, was mit Behaglichkeit zu tun habe, verkaufe sich gerade in der kalten Jahreszeit. König sieht angesichts der milden Wettervorhersage gute Chancen für weitere Kunden in letzter Sekunde: „Die Straßenverhältnisse spielen uns in die Hände.“

„Die Nachfrage ist höher als im letzten Jahr“, bestätigt die Marketingleiterin von St. Peter-Ording, Constanze Jensen. „Die Hotels stricken fleißiger Gesamt-Pakete zu den Feiertagen, das kommt an.“ Ein Trumpf sei das Feuerwerkserlebnis an den Promenaden im Norden: Wo der Himmel kein Licht aus großen Städten reflektiert, zeichnet sich die Farbenpracht der Raketen besonders gut ab. Sylt, Föhr, Amrum, Büsum: Auch dort geht die Kurve weiter nach oben. Als einen Erfolgsfaktor deutet Tanja Weinekötter vom Nordsee-Tourismus-Service die günstige kalendarische Lage der Feiertage. Da man mit wenigen Brückentagen weit komme, so Moritz Luft von Sylt-Marketing, blieben ungewöhnlich viele Gäste gleich für sieben Tage.

Ebenso wie ein Super-Juli und -August hilft das aktuelle Hoch nach Einschätzung der Touristiker, die katastrophale erste Jahreshälfte auszugleichen. Für die Schlussbilanz von 2013 deutet alles doch noch auf ein leichtes Plus. Die offizielle Statistik bis Ende Oktober verzeichnet 1,5 Prozent mehr Übernachtungen als 2012. Seite 4

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