zur Navigation springen

Atypische Beschäftigung : Viele Leiharbeiter und Minijobber in SH

vom
Aus der Onlineredaktion

Der größte Teil der schleswig-holsteinischen Arbeitnehmer ist als Leiharbeiter, Minijobber oder Teilzeitbeschäftigte tätig. Diese Entwicklung sei nicht unproblematisch, sagen Experten.

shz.de von
erstellt am 29.Sep.2014 | 14:34 Uhr

Düsseldorf | In Schleswig-Holstein sind besonders viele Beschäftigte als Leiharbeiter, Minijober oder Teilzeitbeschäftigte angestellt. Das hat eine Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung ergeben. Der Anteil der sogenannten atypischen Beschäftigung an den rund 1,15 Millionen abhängig Beschäftigten im Norden habe 2013 bei 47,3 Prozent gelegen, teilte die Stiftung am Montag in Düsseldorf mit. Der Anteil der sogenannten atypischen Beschäftigung an den 37,1 Millionen abhängig Beschäftigten bundesweit lag bei 43,3 Prozent.

Bei den abhängig Beschäftigten zählt die Studie, die auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit beruht, Beamte nicht mit. Der Studie zufolge gingen im vergangenen Jahr von den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten 619.232 Männer und Frauen einer Vollzeittätigkeit nach; 248.815 Arbeitnehmer arbeiteten Teilzeit, 15.475 als Leiharbeiter. Hinzu kamen 278.164 Minijobber.

„Der weiterhin hohe Anteil atypischer Beschäftigung ist nicht unproblematisch“, sagte Toralf Pusch vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut der Stiftung. „Häufig ist diese Arbeit geringer bezahlt und sozial schlechter abgesichert als im Normalarbeitsverhältnis, das gilt insbesondere für Leiharbeit und Minijobs.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen