Demonstration in Kiel : Video: Nicht nur Bauern sind gegen Landesnaturschutzgesetz

Die Novelle sei von oben herab verordnet, der Vertragsnaturschutz werde geschwächt. Die Zahl der Kritiker ist groß.

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01. September 2015, 15:30 Uhr

Kiel | Rund 400 Landwirte, Fischer, Jäger und Waldbesitzer haben am Dienstag in Kiel lautstark gegen die geplante Reform des Landesnaturschutzgesetzes demonstriert. Mit zahlreichen Treckern fuhren sie vor dem Landeshaus vor. Ein Kleinflugzeug zog am Himmel das Transparent „Robert hebt ab - Bauern bleiben am Boden“ hinter sich her. Auf den Transparenten am Boden war unter anderem „Rot, Grün, Blau braucht im Naturschutz keine Sau!“ oder „Kein generelles Betretungsrecht im Lebensraum der Wildtiere“ zu lesen.

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Der Grund für die Proteste: Die Landesregierung berät am Dienstag zum zweiten Mal über die geplante Reform des Landesnaturschutzgesetzes. Nach Ansicht der Nutzerverbände wird Naturschutz durch die Novelle von oben verordnet anstatt gemeinsam mit den Landwirten umgesetzt. Der Vertragsnaturschutz werde geschwächt, heißt es. Kritisiert wird unter anderem die geplante Wiedereinführung des Vorkaufsrechts und die Lockerung des Betretungsverbotes auf nicht bestellten Flächen. Auch dass Vereinen erlaubt werden soll, auf ihren Flächen die Jagd zu verbieten, stößt bei den Verbänden auf Widerspruch.

Eine Botschaft am Himmel: „Robert hebt ab - Bauern bleiben am Boden“.
Rieke Beckwermert
Eine Botschaft am Himmel: „Robert hebt ab - Bauern bleiben am Boden“.

Zu den heutigen Demonstrationen in Kiel und der bevorstehenden Novellierung des Landesnaturschutzgesetzes und anderer Vorschriften erklärte der agrarpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Oliver Kumbartzky: „Minister Dr. Habeck und die Koalition wollen die Land- und Forstwirte sowie die Jägerschaft an die Kette legen, während sich die CDU auf einem ominösen ‚dritten Weg‘ davonzuschleichen versucht.“

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