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Dachmarke aus SH : Video: „Der echte Norden“ holt Wirtschaft mit ins Boot

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Schleswig-Holstein präsentiert sich als „Der echte Norden“. Jetzt werben auch Unternehmer für den Wirtschaftsstandort SH.

Kiel | „Nicht nur 152 Wattführer, sondern auch 30 Weltmarktführer“ - mit diesem Slogan wirbt Geschäftsführer Bodo Müller vom Ahrensburger Brandschutzspezialisten Job GmbH selbstbewusst für den Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein. Das Plakat mit der Weite des Wattenmeers im Hintergrund gehört zu einer neuen Print- und Digitalkampagne unter der Dachmarke „Der echte Norden“, die Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) am Montag in Kiel vorstellte. Die Wirtschaft bekenne sich damit zu dem Land. Bei der Kampagne will Schleswig-Holstein auch sein positives Image als Tourismusziel nutzen.

Über das durchaus polarisierende Motto „Der echte Norden“ werde nach wie vor diskutiert, sagte Meyer; es habe aber bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt und damit ein Ziel erreicht. „Wir machen nicht viel Wind. Wir nutzen ihn“ ist ein weiterer Plakatslogan mit Geschäftsführer Jochen Möller von der Firma M. O. E. (Itzehoe), einer Zertifizierungsstelle für erneuerbare Energien.

In der zweiten Monatshälfte werden landesweit an mehr als 600 Stellen Plakate an Bushaltestellen und auf Großflächen zu sehen sein, mit denen Unternehmer aus dem Land für den Standort werben. Es sei höchste Zeit, die Standortvorteile des Nordens unter einer Marke zu bündeln und selbstbewusst nach außen aufzutreten, sagte Meyer zum Auftakt dieser Kampagne.

Zielgruppen sind zunächst die kleinen und mittelständischen Unternehmen im Land, später Hochschulabsolventen sowie Fachkräfte und in einer späteren Phase Investoren und Unternehmer außerhalb des Landes. Bisher sind rund 70 Partner im Boot; bis Jahresende sollen es 100 sein.

Für die Kampagne steht der Werbeagentur KNSK ein Jahresbudget von 250.000 Euro zur Verfügung; das ist die Hälfte des gesamten Jahresetats für Standortmarketing. Andere Länder gäben weit mehr Geld für diesen Zweck aus, sagte der Minister. KNSK kommt aus Hamburg. „Hamburg gehört für mich zum echten Norden“, sagte Meyer.

Nach Ansicht des Werbe-Experten Olaf Uthmann ist dem Land mit „Der echte Norden“ ein Kommunikationscoup gelungen. Als der Slogan Anfang 2014 aufgelegt wurde, gab es daran auch Kritik von Nachbarn, speziell aus Niedersachsen. Die Motive der Wirtschaftskampagne sollen den Stolz der Unternehmen auf ihre Region herauskitzeln, sagte Uthmann.

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erstellt am 09.Nov.2015 | 17:48 Uhr

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