Warnstreik am Flughafen Hamburg : Verdi kündigt weitere Lufthansa-Proteste an

Der Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske (l), spricht vor dem Firmensitz der Lufthansa Technik in Hamburg zu den Mitarbeitern. Wegen eines Warnstreiks der Lufthansa-Beschäftigten, wurden zahlreiche Flüge gestrichen. Foto: dpa
Der Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske (l), spricht vor dem Firmensitz der Lufthansa Technik in Hamburg zu den Mitarbeitern. Wegen eines Warnstreiks der Lufthansa-Beschäftigten, wurden zahlreiche Flüge gestrichen. Foto: dpa

Verdi-Chef Frank Bsirske hat weitere Protestaktionen der Lufthansa-Beschäftigten angekündigt, wenn sich der Konzern im Tarifstreit nicht bewegt.

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22. März 2013, 10:50 Uhr

Bsirske forderte am Donnerstag bei einer Kundgebung vor der Lufthansa-Basis am Hamburger Flughafen Lohnzuwachs, Arbeitsplatzsicherung und Verbesserungen für Azubis. Der Konzern sei darauf bislang nicht eingegangen. "All das, was uns wichtig ist, ist für den Vorstand ein rotes Tuch", sagte Bsirske.

Zu der Kundgebung kamen nach Gewerkschaftsangaben rund 4000 Menschen. Mit Trillerpfeifen und Plakaten machten sie ihrem Ärger über die Firmenführung und die Lufthansa-Sparpläne Luft. "Das ist ein Programm des erklärten Lohnraubs, ein Programm des Frontalangriffs", sagte Bsirske. Auf einem Banner war der Spruch "Lufthansa Walk of Shame" (Lufthansa Weg der Schande) zu lesen. Lufthansa hatte von den Arbeitnehmern Nullrunden und längere Arbeitszeiten als Sparbeiträge gefordert.

Auch viele Mitarbeiter aus dem Standort Norderstedt waren nach Hamburg gereist. Er ist von der Schließung bedroht. Wegen des Warnstreiks hatte die Lufthansa in Hamburg rund 70 Verbindungen gestrichen. Bsirske kündigte an, die Gewerkschaft wolle auch im Sinne der Passagiere eine rasche Einigung mit den Arbeitgebern.

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