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Schleswig-Holstein : Verdi: Bürger müssen sich auf Streiks einstellen

vom

In Schleswig-Holstein machen die Straßenmeistereien den Anfang. Das kündigte Verdi-Nord-Sprecher Schischefsky an.

shz.de von
erstellt am 01.Feb.2017 | 10:14 Uhr

Potsdam/Kiel  | Die Bürger müssen sich in den nächsten Tagen auf Warnstreiks und Protestaktionen der Beschäftigten der Länder einstellen. In Schleswig-Holstein machen die Straßenmeistereien am Donnerstag den Anfang. Das sagte Verdi-Nord-Sprecher Frank Schischefsky. Bundesweit können zudem Schulen, Unikliniken, Polizei und Justizverwaltung von Warnstreiks betroffen sein.

Zu dem Streik am Donnerstag sind alle Tarifbeschäftigten, Auszubildenden und Praktikanten/innen beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein aufgerufen. „Die Beschäftigten der betroffenen Betriebe treffen sich zu einer gemeinsamen Streikveranstaltung in der Straßenmeisterei Eckernförde. Die Straßenmeisterei wird zu diesem Zeitpunkt auch vom Ministerpräsident des Landes, Torsten Albig, besucht, und wir gehen davon aus, dass wir auch in den Dialog zur Tarifrunde und zu den anstehenden Themen zur Infrastrukturgesellschaft mit ihm kommen“, so Jochen Penke, Chef des Tarifsekretariats von Verdi-Nord.

In Niedersachsen hat die Lehrer-Gewerkschaft GEW bereits für Mittwoch Warnstreiks an Schulen angekündigt. Dienstag war die zweite Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder ergebnislos zu Ende gegangen. Die Forderung der Gewerkschaften beläuft sich auf ein Plus von sechs Prozent. Die Arbeitgeberseite, die Tarifgemeinschaft deutscher Länder, hält das für zu hoch. Für die Auszubildenden fordert Verdi eine Erhöhung der Vergütungen um 90 Euro, mehr Urlaub und die Übernahme nach der Ausbildung. Zudem sollen die schulischen Ausbildungsgänge, z. B. in den Gesundheitsberufen, in die Tarifverträge einbezogen werden. Darüber hinaus fordert die Gewerkschaft den Ausschluss sachgrundloser Befristungen im öffentlichen Dienst. Es geht um die Bezahlung von rund einer Million Angestellten der Länder und um das Geld für 2,2 Millionen Beamte  sowie Pensionäre.

„Leider haben die Arbeitgeber die Chance verpasst, zügig zu einem schnellen Tarifabschluss zu kommen, um solche Aktionen zu vermeiden. Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes benötigen eine deutliche Einkommenserhöhung und strukturelle Verbesserungen der tariflichen Regelungen“, so Penke weiter.

Die Beschäftigten aus vielen Bereichen des öffentlichen Dienstes des Landes werden auch in der kommenden Woche für einen Tag die Arbeit niederlegen. Am 8. Februar 2017 kommt es in weiteren Dienststellen des Landes zu Arbeitsniederlegungen mit regionalen Veranstaltungen.

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