Bilanz : Umsatzminus für Industriebetriebe in SH im ersten Halbjahr

Im europäischen Vergleich der Arbeitskosten in Industrie und wirtschaftlichen Dienstleistungen für 2017 lag Deutschland mit einem durchschnittlichen Stundensatz von 34,50 Euro auf dem sechsten Rang.
Mehr als 108.000 Menschen arbeiten in größeren Industriebetrieben im Norden.

Exporte außerhalb der Eurozone legten zu, während der Absatz in EU-Länder zurückging.

shz.de von
15. August 2018, 09:49 Uhr

Kiel | Der Gesamtumsatz der größeren Industriebetriebe in Schleswig-Holstein ist im ersten Halbjahr um drei Prozent auf 16,2 Milliarden Euro gesunken. Nach Angaben des Statistikamtes Nord vom Mittwoch ist der Rückgang auch auf die Abrechnung von Großaufträgen im Vorjahr zurückzuführen.

Der Inlandsabsatz der 559 Industriebetriebe mit mindestens 50 Beschäftigten sank in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um fünf Prozent auf 9,3 Milliarden Euro. Die Auslandsnachfrage ging um ein Prozent auf 6,9 Milliarden Euro zurück.

Dabei legten Exporte in Länder außerhalb der Eurozone um drei Prozent zu, während der Absatz in Euro-Länder um sieben Prozent fiel. Die Exportquote betrug 43 Prozent (Vorjahr: 42 Prozent). Die höchsten Umsätze erzielten die Betriebe zur Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln mit einem Plus von drei Prozent auf 2,6 Milliarden Euro und der Maschinenbau mit 2,4 Milliarden Euro (minus 13 Prozent). Es folgte die Mineralölverarbeitung mit einem Zuwachs von drei Prozent auf 1,4 Milliarden Euro.

Im Monatsdurchschnitt des ersten Halbjahres arbeiteten im nördlichsten Bundesland gut 108.500 Menschen in den genannten Industriebetrieben. Das ist ein Zuwachs von zwei Prozent zum gleichen  Vorjahreszeitraum. Das Arbeitsvolumen sank geringfügig.

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