Tarifkompromiss : UKSH bleibt in öffentlicher Hand

Für die rund 6500 Beschäftigten des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) wurde ein Tarifkompromiss erzielt - inklusive Beschäftigungsgarantie bis zum Jahr 2015.

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03. April 2008, 02:36 Uhr

"Dieser Abschluss ist ein riesiger Erfolg in der Tarifauseinandersetzung mit dem UKSH. Wir haben es geschafft, eine echte Beschäftigungssicherung und den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis zum Jahr 2015 in diesen Tarifvertrag zu schreiben", so Verdi-Verhandlungsführer Steffen Kühhirt in Kiel. "Durch die Vereinbarung wesentliche Teile nicht auszugliedern, können die Beschäftigten und ihre Familien aufatmen. Dieser Erfolg ist nur durch die Streiks in den vergangenen Wochen möglich gewesen und die Beschäftigten des UKSH haben sich diesen Tarifvertrag erkämpft", so der Gewerkschafter weiter.
Neben der Beschäftigungssicherung wurden eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 2,9 Prozent und Einmalzahlungen zwischen 50 und 100 Euro für 2008 vereinbart. Perspektivisch werden alle Beschäftigten wieder mit Tariferhöhungen rechnen können. Im Jahr 2009 und 2010 folgen Einmalzahlungen zwischen 60 und 450 Euro, analog zum Tarifvertrag der Länder. Künftig wird es auch Sonderzahlungen (Urlaubs-/Weihnachtsgeld) für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben.
In einer Vereinbarung zur Jahressonderzahlung wurde vereinbart, dass zusätzlich Sonderzahlungen bei einem erfolgreichen Geschäftsjahr gezahlt werden. Hier wurde ein Gewerkschaftsbonus aufgenommen. Verdi-Mitglieder erhalten zehn Prozent mehr als die nicht Organisierten Beschäftigten. Der Tarifvertrag unterliegt einer Erklärungsfrist bis zum 18. April. In dieser Zeit wird es eine Urabstimmung geben, die das Votum der Beschäftigten einholt.

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