Trotz Wachstum : Technologiezentren sorgen sich um Nachwuchs

Technologieförderer unter sich: Martina Hummel-Manzau (CAT Meldorf und Maricube Büsum), Prof. Ralf Thiericke (Izet Itzehoe), Dr. Rainer Döhl-Oelze (Gitz Geesthacht), Stefanie Kraft (Technologiezentren in Oldenburg und Eutin), Ulrich Graumann (Kitz Kiel), Dr. Michaela Oesser (WTSH), Petra Bühring (Gewerbezentrum Hohenwestedt), Dr. Olaf Krüger und  Andrea Kislat  (beide Wireg Flensburg) und Uwe Hemens (GTZ Schwentinental).
Technologieförderer unter sich: Martina Hummel-Manzau (CAT Meldorf und Maricube Büsum), Prof. Ralf Thiericke (Izet Itzehoe), Dr. Rainer Döhl-Oelze (Gitz Geesthacht), Stefanie Kraft (Technologiezentren in Oldenburg und Eutin), Ulrich Graumann (Kitz Kiel), Dr. Michaela Oesser (WTSH), Petra Bühring (Gewerbezentrum Hohenwestedt), Dr. Olaf Krüger und Andrea Kislat (beide Wireg Flensburg) und Uwe Hemens (GTZ Schwentinental).

Sie blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zurück und doch mit Sorgen in die Zukunft: Den schleswig-holsteinischen Technologiezentren fehlen Fachkräfte.

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21. Februar 2012, 10:02 Uhr

Flensburg | Die Nordzentren, ein Zusammenschluss der 15 Technologiezentren in Schleswig-Holstein, blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zurück. Um sieben Prozent auf 507 ist die Zahl der angesiedelten Firmen weiter gewachsen. Die durchschnittliche Auslastung der Nordzentren, die immer auch auf Fluktuation angewiesen sind, liege mittlerweile bei 78 Prozent.
Noch deutlicher fällt die Bilanz bei den Mitarbeitern in den Technologieunternehmen aus. 3050 Beschäftigte wurden gemeldet, was eine Steigerung von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Der Jahresumsatz der in den Nordzentren angesiedelten Firmen liege deutlich über 250 Millionen Euro im Jahr, berichtete Andrea Kislat, Leiterin des Technologiezentrums Flensburg und in diesem Jahr Sprecherin des Nordzentren-Verbundes.
Enge Vernetzung mit Dänemark vereinbart
Nach einer zweitägigen Exkursion nach Dänemark im vergangenen Jahr haben die Nordzentren nun auch eine engere Vernetzung mit dem Pendant nördlich der Grenze vereinbart, den "Danske Udviklingsparker". Zum Beispiel können die Mieterfirmen aus den 15 Technologiezentren im Land nun auch Besprechungsräume und mehr in den dänischen Zentren zum Beispiel in Kolding nutzen - und die Dänen entsprechend die Infrastruktur der Technologiezentren zwischen Geesthacht und Flensburg.
Außerdem wollen sich die Nordzentren bei der Herbsttagung der deutschen Technologiezentren im Hamburg präsentieren: "Wir wollen den Blick auf Schleswig-Holstein, Hamburg und die Grenznähe lenken", sagt Kislat. Und seitdem die Fehmarnbelt-Planungen konkret laufen, sei Dänemark nicht nur für den nördlichen Landesteil interessant, sagt Uwe Hemens vom Gewerbe- und Technologiezentrum Schwentinental.
Auch für 2012 seien die Technologiefirmen optimistisch. "Allerdings ist die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften nach wie vor sehr stark und lässt sich vor allem in den technischen Berufen nicht immer decken", so Kislat weiter. Gerade Unternehmen in den Zentren mit Hochschulnähe müssten große Anstrengungen in Bezug auf die Nachwuchsgewinnung unternehmen. Sei man hier nicht erfolgreich, bestehe die Gefahr einer Abwanderung innovativer kleiner Firmen.

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