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Fast-Food-Ketten in SH : Subway expandiert: Im Land des schnellen Essens

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Subway setzt auch in SH auf Wachstum: Die Sandwich-Anbieter wollen die Zahl ihrer Filialen verdoppeln. Auch andere Fast-Food-Ketten sind überaus präsent - besonders in Flensburg.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2014 | 20:50 Uhr

Flensburg | Norddeutschland ist die Heimat des Fast-Foods – Flensburg seine Hauptstadt. Nirgendwo sonst in der Bundesrepublik ist die Dichte der Filialen von McDonald’s, Burger King und Co. höher – und die Zeichen stehen auf Wachstum. So plant allein Subway mittelfristig die Zahl seiner Filialen von 22 auf 50 zu erhöhen. In Schleswig-Holstein unterhält der Sandwich-Anbieter im Franchise-System gegenwärtig neun Filialen – unter den klassischen Burger-Ketten sind nur McDonald’s und Burger King noch stärker vertreten.

„Wir suchen nach weiteren Standorten“, sagt Sascha Stokic – und nicht minder Franchisepartner. Als „Territory Manager“ verantwortet Stokic die Konzern-Entwicklung in Hamburg und Schleswig-Holstein. In Universitäten und Krankenhäusern kann er sich Subway-Filialen dabei ebenso vorstellen wie als freistehende Läden oder auch vollkommen anders. „Da ist für uns vieles möglich“, sagt er. Auch Drive-In-Varianten an der A7 sind möglich.

Dass die Nachfrage nach den Sandwich-Produkten vorhanden ist, bestätigen der wirtschaftliche Erfolg. In den letzten vier Jahren stand laut Stokic unterm Strich für Schleswig-Holstein ein Umsatzplus von acht Prozent – doppelt soviel wie bundesweit –, ein Zuwachs an Gästen von sechs Prozent. „In Norddeutschland sind wir mit unserem Gebiet unter den Top 5 Gebieten in ganz Deutschland“, stellt Stokic fest. Unter anderem profitieren die Geschäfte im Norden vom Hunger der Dänen. Zuletzt hat Subway im Sommer eine neue Filiale in Lübeck eröffnet, demnächst soll eine weitere in Flensburg folgen.

Nach dem Ende der Fast-Food-Branche klingt das nicht. Tatsächlich hat sich das Wachstum der Top-Player in der Systemgastronomie seit 2011 zwar von 5,9 Prozent auf 2,1 Prozent im vergangenen Jahr abgebremst, wie Zahlen des Branchenverbands Dehoga zeigen. Doch auch dieser Wert liegt noch deutlich über jenem der Gesamt-Gastronomie. Wird McDonald’s herausgerechnet, kommen die 99 größten Betriebe auf ein Plus von 4,7 Prozent.

Doch klar ist: Die Konkurrenz wächst. Einer der neuesten Mitspieler ist „Hans im Glück“. In den vergangenen 12 Monaten hat die Edel-Burger-Kette bereits Filialen in Lübeck und Flensburg eröffnet. Bundesweit sollen jährlich 20 neue Standorte entstehen. Und dass inzwischen Ketten wie Starbucks, Campus Suite, Backshops und Bäckereien für den Sandwich-Beleger oft mehr Konkurrenz vor Ort bedeuten, als die US-Rivalen mit ihren Friteusen, bestätigt Stokic. Verstärkt auf den Kaffee-Durst der Deutschen zu setzen, wie McDonald’s dies mit seinen McCafes zuletzt getan hat, hält er aber nicht für das Gebot der Stunde. „Der Fokus liegt nicht darauf, ein Subway-Cafe zu eröffnen.“ Dafür soll aber ein neues Design Einzug halten. Zudem erwartet Stokic, dass das Geschäft mit Lieferservice zunehmen wird.

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